Tankkarten Anbieter Vergleich für den Fuhrpark
Eine Tankkarte spart vor allem Verwaltung. Statt Einzelbelegen kommt eine Sammelrechnung, statt Bargeld gibt es Limits je Fahrzeug. Die Unterschiede liegen im Akzeptanznetz und in den Auswertungen.
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8 Anbieter sind in dieser Kategorie mit einem Profil vertreten. Klappen Sie einen Eintrag auf, um Zielgruppe, Einzugsgebiet und Leistungsmerkmale zu sehen. Welcher Anbieter zu Ihnen passt, entscheidet Ihr Bedarf im Vergleich.
Aral Fleet SolutionsProfil noch nicht beanspruchtAral betreibt das größte Tankstellennetz in Deutschland und gibt die zugehörige Flottenkarte über die B2Mobility GmbH in Bochum aus. Der Anbieter ist im deutschen Markt die…Zum Profil
- Öffentlich zugängliche Preis- und Gebührenübersichten als PDF, im deutschen Markt die Ausnahme
- Systemgebühr von 1,50 Prozent vom Bruttoumsatz für die bp und Aral Tankkarte nach der Übersicht mit Stand 09/2025
- Systemgebühr von 1,00 Prozent vom Nettoumsatz für die Komfort Karte nach der Übersicht mit Stand 1/2024
- Einstiegsprodukt für Betriebe mit bis zu fünf Fahrzeugen, größere Karte ab fünf Fahrzeugen
- Rund 2.400 Aral Stationen in Deutschland nach eigener Angabe
- Mehr als 30.000 Akzeptanzstellen in 32 europäischen Ländern über den Routex Verbund nach eigener Angabe
Circle K DeutschlandProfil noch nicht beanspruchtCircle K Deutschland führt das Flottenkartengeschäft fort, das zuvor unter der Marke TotalEnergies betrieben wurde. Das Angebot ist damit das eines Mineralölnetzbetreibers, allerdings mit einer für…Zum Profil
- Kartengebühr von 1,50 Euro je Karte und Monat zuzüglich Umsatzsteuer in der Einstiegsstufe
- Zuschlag von 0,25 Euro je Karte für europaweite Akzeptanz
- Rabatt von 2,0 Cent brutto je Liter auf Diesel und Ottokraftstoff nach eigener Angabe
- Rabatt von 15 Prozent auf Autowäschen im eigenen Netz nach eigener Angabe
- Rabatt von 1,0 Cent brutto je Kilogramm auf Erdgas nach eigener Angabe
- Rund 5.000 Stationen in Deutschland und rund 21.000 Stationen in Europa nach eigener Angabe
DKV MobilityProfil noch nicht beanspruchtDKV Mobility ist der größte markenübergreifende Tankkartenanbieter im deutschsprachigen Raum und betreibt selbst keine einzige Tankstelle. Das Geschäftsmodell besteht darin, Akzeptanz über viele Marken hinweg einzukaufen…Zum Profil
- Akzeptanz an 97 Prozent der Tankstellen in Deutschland nach eigener Angabe
- Keine Aufnahmegebühr, kein Jahresbeitrag und kein Mindestumsatz nach eigener Angabe
- Nutzung bereits ab einem Fahrzeug, keine Mindestflottengröße
- Wahl zwischen einer Kartenvariante ohne Kartengebühr mit Transaktionsgebühren und einer Variante ab 0,95 Euro je Karte und Monat
- Sammelrechnung alle zwei Wochen mit Einzug per SEPA-Mandat
- Rund 18.600 Servicepartner in Europa für Wäsche, Reparatur, Pannenhilfe und Parken nach eigener Angabe
Elli Charge and FuelProfil noch nicht beanspruchtElli ist die Mobilitätsgesellschaft des Volkswagen Konzerns und tritt mit einer Hybridkarte für Kraftstoff und Ladestrom im Flottenmarkt an. Das Angebot kommt damit von der Energieseite…Zum Profil
- Über 22.000 Tankstellen und mehr als eine Million Ladepunkte in 28 Ländern nach eigener Angabe
- Kraftstoff und Ladestrom auf einer konsolidierten Monatsrechnung
- Heimladeabrechnung für Dienstwagenfahrer als Bestandteil des Angebots
- Plug and Charge für Fahrzeuge mit entsprechender Softwarefunktion
- Mobiles Bezahlen an der Tankstelle über die App
- Bezahlung von Fahrzeugwäschen über dieselbe Karte
EnBW mobility+ BusinessProfil noch nicht beanspruchtEnBW mobility+ Business ist kein Tankkartenanbieter im klassischen Sinn, sondern eine reine Ladelösung für Flotten mit Elektrofahrzeugen. Kraftstoff ist mit dieser Karte nicht beziehbar. Der Anbieter…Zum Profil
- Drei Ladetarife mit veröffentlichten Preisen je Kilowattstunde an den eigenen Stationen
- Monatliche Grundgebühr je Nutzer von 1,68 Euro, 6,71 Euro oder 16,80 Euro netto je nach Tarif
- Ladekarten mit gestaffeltem Stückpreis von 3,78 Euro netto ab einer Karte bis 2,94 Euro netto ab 200 Karten
- Blockiergebühr von 8,40 Cent je Minute nach vier Stunden mit Obergrenze von 10,08 Euro je Ladevorgang
- Mehr als 9.000 Schnellladepunkte in Deutschland nach eigener Angabe
- Zugang zu rund 900.000 Ladepunkten in 17 europäischen Ländern nach eigener Angabe
Esso CardProfil noch nicht beanspruchtDie Esso Card ist die markengebundene Flottenkarte für das Esso Netz in Deutschland und wird nicht von der Mineralölgesellschaft selbst, sondern von WEX Europe Services herausgegeben.…Zum Profil
- Vollständig veröffentlichte Gebührenübersicht mit datierten Einzelpositionen
- Kartengebühr von 5,00 Euro je Monat oder 60,00 Euro je Jahr je Karte seit dem 01.03.2024
- Verwaltungsgebühr von 18,00 Euro je Monat bei einer Abnahme unter 300 Litern seit dem 01.01.2021
- Nichtnutzungsgebühr von 45,00 Euro je Quartal seit dem 01.07.2019
- Über 2.740 Inlandstankstellen und über 980 Lkw-Tankstellen in Deutschland nach eigener Angabe
- Zusätzliche Akzeptanz an Tankstellen der Marke Shell nach eigener Angabe
ShShell CardProfil noch nicht beanspruchtDie Shell Card ist eine der bekanntesten Flottenkarten im deutschen Markt, wird im Segment der kleinen und mittleren Unternehmen aber nicht mehr von der Mineralölgesellschaft selbst…Zum Profil
- Über 5.300 Akzeptanzstellen in Deutschland nach Angabe des Abwicklers
- Über 26.000 Tankstellen in mehr als 30 europäischen Ländern nach Angabe des Abwicklers
- Preisvorteil von 10 Cent je Liter in den ersten drei Monaten und danach 6 Cent je Liter an deutschen Shell Stationen nach Angabe des Abwicklers
- Zusätzlich bis zu 3 Cent je Liter über regionale Tagesfestpreise je nach Tarif
- Akzeptanz auch bei den Partnermarken OMV, Avia, ORLEN und star, Esso, eni sowie Westfalen
- Zugang zu rund einer Million Ladepunkten für Elektrofahrzeuge nach Angabe des Abwicklers
UTA EdenredProfil noch nicht beanspruchtUTA Edenred ist nach DKV Mobility der zweite große markenübergreifende Anbieter im deutschen Markt und gehört seit 2020 vollständig zum französischen Edenred-Konzern. Das Unternehmen betreibt keine…Zum Profil
- Drei Tarifstufen mit veröffentlichter Kartengebühr von 0,95 Euro, 2,45 Euro und 3,45 Euro je Karte und Monat
- Akzeptanz an 98 Prozent aller Tankstellen in Deutschland nach eigener Angabe
- Keine Aufnahmegebühr, keine Mindestflottengröße und kein Mindestumsatz
- Basisrabatt von 1 Cent je Liter Diesel, an der Stammtankstelle nach eigener Angabe bis zu 3 Cent je Liter
- Ladefunktion als Zusatzmodul für 2,95 Euro je Karte und Monat
- Gebührenfreier Mautservice in den beiden oberen Tarifstufen nach eigener Angabe
Alle Einträge sind redaktionell recherchierte Profile. Es besteht zu keinem dieser Anbieter eine Geschäftsbeziehung, und Anfragen werden nicht an sie weitergeleitet.
Sechs Kartentypen und wofür sie jeweils taugen
Tankkarte ist ein Sammelbegriff. Dahinter stehen sehr unterschiedliche Geschäftsmodelle: die einen verdienen am Kraftstoff, die anderen an Gebühren, die dritten an der Bindung ans Leasing. Welcher Typ für Sie passt, hängt fast ausschließlich davon ab, wo Ihre Fahrzeuge tatsächlich tanken.

Markengebundene Karte
Von einer Mineralölgesellschaft ausgegeben, gültig vor allem im eigenen Stationsnetz. Der Nachlass ist häufig an eine Stammtankstelle gekoppelt und fällt anderswo geringer aus. Für Betriebe mit festem Betriebshof rechnerisch oft die günstigste Variante.
- Rabatt an der Stammtankstelle, außerhalb weniger
- Meist prozentuale Systemgebühr statt Kartengebühr
- Netzerweiterung über Verbünde wie Routex

Markenübergreifende Karte
Freie Anbieter betreiben keine eigenen Tankstellen, sondern verhandeln Akzeptanz über viele Marken hinweg. Die Karte wird dadurch nahezu flächendeckend einsetzbar, der Preisvorteil je Liter ist im Gegenzug meist geringer.
- Bis zu rund 14.000 Stationen in Deutschland
- Häufig ohne Mindestumsatz und ohne Mindestflottengröße
- Verdient wird über Karten- und Servicegebühren

Karte mit Servicepaket
Bündelt neben Kraftstoff auch Maut, Werkstatt- und Reifenservice, Wäsche, Pannenhilfe und Parken auf einer Abrechnung. Der Nutzen liegt weniger im Literpreis als darin, dass Einzelbelege und Einzelverträge wegfallen.
- Maut erscheint auf einer Sammelrechnung mit Umsatzsteuerausweis
- Mautboxen werden separat bepreist, am Markt rund 1 bis 4 Euro im Monat
- Für reine Pkw-Flotten ohne Mautpflicht meist überdimensioniert

Reine Ladekarte
Authentifiziert das Fahrzeug an öffentlichen Ladepunkten und rechnet die Energie über den Kartenherausgeber ab. Zugang zu fremden Netzen entsteht über Roaming. Kraftstoff ist damit nicht beziehbar.
- Roaming-Netze mit mehreren hunderttausend Ladepunkten in Europa
- Im Kartentarif rund 0,49 Euro je kWh AC, 0,55 bis 0,65 Euro DC
- Automatische kWh-Dokumentation je Ladevorgang
Hybridkarte für Kraftstoff und Strom
Eine Karte deckt Verbrenner und E-Fahrzeuge ab und bildet beide Energiearten auf einer Rechnung ab. Für gemischte Flotten in der Umstellungsphase, also den Regelfall im deutschen Mittelstand, ist das administrativ die einfachste Lösung. Günstig sind die Ladetarife solcher Karten deshalb aber nicht automatisch.
- Prüfen Sie die Ladekonditionen getrennt von den Kraftstoffkonditionen
- Achten Sie auf Blockiergebühren beim DC-Laden, am Markt gibt es Tarife mit Zuschlägen ab der 31. Minute
- Die kombinierten Netzangaben der Anbieter mischen Tankstellen und Ladepunkte, lesen Sie beide Zahlen getrennt
Karte der Leasing- oder Fuhrparkgesellschaft
An den Leasingvertrag gekoppelt. Kraftstoff, Wartung und Reifen laufen über denselben Vertragspartner wie das Fahrzeug. Ein Ansprechpartner für alles, dafür eine starke Bindung und schwer vergleichbare Kraftstoffkonditionen.
- Sinnvoll, wenn Sie den Fuhrpark ohnehin über Full-Service-Leasing steuern
- Der Verwaltungsvorteil wiegt hier schwerer als der letzte Cent je Liter
- Lassen Sie sich die Kraftstoffkondition trotzdem separat ausweisen
Der Literpreis entsteht erst durch das Abrechnungsmodell
Bei Tankkarten ist der Preis keine feste Größe. Drei Modelle sind am deutschen Markt üblich, und sie lassen sich nur vergleichen, wenn Sie die Gebühren mitrechnen. Ein Rabattversprechen allein sagt nichts.
Listenpreis minus Nachlass
Abgerechnet wird der an der Säule ausgewiesene Preis, davon geht ein fester Nachlass je Liter ab. Maximal transparent, weil die fahrende Person den Ausgangspreis sieht. Dafür tragen Sie die vollen Tagespreisschwankungen, und der Nachlass hängt oft an einer Stammtankstelle.
- Übliche Größenordnung 1 bis 2 Cent je Liter, Vergleichsportale nennen für 2026 auch 2 bis 6 Cent ohne Anbieterzuordnung
- Werbeaussagen der Form bis zu X Cent gelten meist nur an der Stammtankstelle
- Fragen Sie nach, ob der Nachlass auf brutto oder netto gerechnet wird, das macht rund ein Sechstel aus
Referenz- oder Wochenpreis
Statt des Säulenpreises gilt ein vom Anbieter festgelegter Referenzpreis für einen definierten Zeitraum, typischerweise eine Woche. Das glättet Preisspitzen und macht die Kraftstoffkosten kalkulierbar, was vor allem bei indexierten Dieselzuschlägen gegenüber Kunden zählt.
- Die Herleitung des Referenzpreises bestimmt der Anbieter und ist für Sie schwer prüfbar
- Lassen Sie sich die Berechnungsgrundlage vertraglich offenlegen
- Im Lkw- und Speditionsgeschäft verbreitet, reinen Pkw- und Transporterflotten wird es meist gar nicht angeboten
Einkaufspreis plus Aufschlag
Der Anbieter gibt seinen Einkaufspreis weiter und schlägt eine offengelegte Marge je Liter auf. Rechnerisch das transparenteste Modell, weil Warenpreis und Marge getrennt sichtbar werden.
- Setzt Abnahmemengen voraus, die kleine Fuhrparks selten erreichen
- Wird typischerweise erst bei Eigenverbrauchstankstellen oder großen Bunkerverträgen angeboten
- Öffentliche Konditionen für das KMU-Segment gibt es dazu praktisch nicht
Echten Verbrauch heranziehen
Nehmen Sie einen vollständigen Monat des Vorjahres, getrennt nach Stationen und Uhrzeiten. Geschätzte Mengen führen zu geschätzten Angeboten.
Warenwert je Angebot rechnen
Nach dem jeweiligen Modell: Pumpenpreis minus Nachlass, Referenzpreis oder Einkaufspreis plus Aufschlag. Nur so vergleichen Sie Äpfel mit Äpfeln.
Alle Gebühren desselben Monats addieren
Kartengebühren je Karte, prozentuale System- oder Servicegebühren, Transaktionsgebühren und Auslandszuschläge. Genau hier verschwindet der beworbene Rabatt.
Durch die getankten Liter teilen
Das Ergebnis ist der vergleichbare Effektivpreis je Liter. Diese eine Zahl entscheidet, nicht die Rabattzusage im Angebotsschreiben.
Zahlungsziel separat bewerten
Ein längeres Zahlungsziel ist ein Liquiditätsvorteil, aber kein Preisvorteil. Rechnen Sie es nicht in den Literpreis ein, sondern bewerten Sie es für sich.
Wie eine prozentuale Gebühr den Rabatt auffrisst
Eine Systemgebühr von 1,00 Prozent vom Umsatz entspricht bei einem angenommenen Literpreis von 1,70 Euro rund 1,7 Cent je Liter. Ein beworbener Nachlass von 2 Cent schrumpft damit rechnerisch auf rund 0,3 Cent. Der Literpreis dient hier nur der Illustration.
- Prozentuale Gebühren skalieren mit dem Kraftstoffpreis, eine feste Kartengebühr tut das nicht
- Bei stark schwankenden Preisen ist das ein reales Risiko, kein Rechentrick
- Servicegebühren liegen am Markt typischerweise bei 1 bis 1,5 Prozent vom Umsatz
Welche Gebühren es gibt und wie hoch sie 2026 liegen
Die Gebühren entscheiden darüber, ob ein beworbener Rabatt überhaupt bei Ihnen ankommt. Die Spannen unten stammen aus öffentlichen Preislisten und Vergleichsportalen. Wo Portale deutlich höhere Werte nennen als die Anbieter selbst, haben wir die anbieterbezogenen Angaben genommen.
| Posten | Spanne | Wovon es abhängt |
|---|---|---|
| Kartengebühr | 0 bis rund 6 Euro je Karte und Monat | Fixbetrag, unabhängig vom Umsatz. Am Markt reichen die Einzelwerte von kostenlos über rund 1 Euro bis rund 6 Euro. Bei mehreren Tarifstufen steigt sie mit dem Leistungsumfang, Ladekarten liegen teils höher als Kraftstoffkarten. |
| System- oder Servicegebühr | rund 0,9 bis 2,5 Prozent vom Umsatz | Der wichtigste Posten, weil er mit Kraftstoffpreis und Verbrauch mitwächst. Prüfen Sie, ob auf den Brutto- oder den Nettoumsatz gerechnet wird und ob Premiumnetze einen höheren Satz tragen. |
| Transaktionsgebühr | 0,05 bis 0,30 Euro je Vorgang | Wird häufig gar nicht erhoben. Relevant bei vielen kleinen Tankvorgängen, also bei Transportern im Stadtverkehr eher als bei Lkw auf der Langstrecke. |
| Auslandszuschlag | belegt mit 3,50 Prozent auf den Nettoumsatz | Umrechnungsgebühr für Umsätze außerhalb des Heimatmarkts oder in Fremdwährung. Bei regelmäßigen Auslandsfahrten ein echter Kostenblock, den kein Rabatt auffängt. |
| Mautabwicklung | rund 1 bis 4 Euro Boxmiete im Monat | Dazu die Gebühr für den Mautservice selbst. Nur relevant für mautpflichtige Fahrzeuge, also über 3,5 Tonnen im Güterkraftverkehr, mit Ausnahme für Handwerksbetriebe. |
| Ersatzkarte und PIN-Brief | je 5 bis 10 Euro | Klingt klein, summiert sich bei Fahrerwechseln. Der Weg über das Kundenportal ist am Markt oft halb so teuer wie der Anruf beim Serviceteam. |
| Mehrwertsteuerrückerstattung Ausland | in öffentlichen Preislisten nicht ausgewiesen | Mehrere Anbieter nennen den Service, ohne eine Provision zu publizieren. Fragen Sie den Satz ausdrücklich ab, bevor Sie den Service einkalkulieren. |
Quellen: öffentliche Preis- und Gebührenlisten der Anbieter (Stand 2024 bis 2025) sowie Vergleichsübersichten von kfz.net, tradingtwins und NAVIT (Stand 2026). Rechnen Sie die Gebühren immer auf einen echten Verbrauchsmonat hoch, bevor Sie Angebote vergleichen.
Mindestumsatz prüfen, bevor Sie sich verlieben
Nicht jeder Anbieter nimmt jeden Betrieb. Am Markt finden sich Mindestmengen von rund 3.000 Litern im Monat, Anforderungen wie mindestens fünf Fahrzeuge oder 700 Liter im Monat und Jahresmengen um 10.000 Liter. Andere Anbieter arbeiten ausdrücklich ohne jeden Mindestumsatz.
- Klären Sie das vor dem Preisgespräch, sonst vergleichen Sie Angebote, die Sie gar nicht bekommen
- Das Zahlungsziel liegt am Markt meist bei 14 oder 30 Tagen, teils mit Abrechnung alle 14 Tage
- Ein längeres Zahlungsziel ist ein Liquiditätsvorteil, aber kein Preisvorteil
Umsatzsteuer, Vorsteuerabzug und Sachbezug
Bei Tankkarten hängt der Vorsteuerabzug an einer Frage, die im Vertrag entschieden wird und die die meisten Betriebe nie stellen. Seit dem BMF-Schreiben vom 21.01.2025 ist die Verwaltungsauffassung dazu klar.
Reihengeschäft oder Kreditgewährung, das ist die Frage
Entweder kauft der Kartenherausgeber den Kraftstoff selbst und verkauft ihn an Sie weiter, dann liegen zwei steuerbare Lieferungen vor. Oder der Kraftstoff wird direkt vom Tankstellenbetreiber an Sie geliefert und der Kartenherausgeber finanziert nur, dann liegt eine steuerfreie Kreditgewährung nach § 4 Nr. 8 Buchst. a UStG vor. Im zweiten Fall weist die Sammelrechnung Umsatzsteuer zu Unrecht aus und der Vorsteuerabzug daraus kann versagt werden.
- Der EuGH hat 2019 in der Sache Vega International die Erwägungen aus Auto Lease Holland ausdrücklich auf Tankkarten übertragen
- Das BMF-Schreiben vom 21.01.2025 ist dem Entwurf von 2021 nicht gefolgt, der Tankkarten pauschal als Zahlungsmittel einstufen wollte
- Das etablierte Reihengeschäftsmodell bleibt damit möglich, wenn die Kriterien eingehalten werden
- Die Regelungen gelten in allen offenen Fällen, eine Nichtbeanstandungsregelung gibt es nicht
Die fünf Kriterien für ein Reihengeschäft
Sie müssen kumulativ erfüllt sein. Lassen Sie sich vom Anbieter bestätigen, dass der Vertrag sie abbildet, und lassen Sie das im Zweifel steuerlich prüfen.
- Zwischen Kartenemittent und Kunde besteht keine gesonderte Finanzierungs- oder Kraftstoffverwaltungsvereinbarung
- Der Kunde betankt erkennbar im Namen und für Rechnung des Kartenemittenten, etwa über die entsprechend bedruckte Karte
- Dem Kartenemittenten steht ein Untersagungsrecht zu, er hat es nicht abbedungen
- Das Entgelt wird auf jeder Lieferstufe gesondert vereinbart
- Jeder Lieferer trägt auf seiner Stufe das Zahlungsausfallrisiko
Die Sammelrechnung ist kein Kontoauszug
Der Risikopunkt für den Fuhrpark ist genau diese eine Rechnung. Fällt sie weg oder wird sie als unzutreffend eingestuft, müssten die einzelnen Tankbelege die formellen Anforderungen tragen. Achten Sie deshalb auf vollständigen Umsatzsteuerausweis und korrekte Leistungsbeschreibung.
- Eine gesetzliche Pflicht zur Kilometerstanderfassung gibt es nicht, sie dient der Plausibilisierung der betrieblichen Veranlassung
- Dokumentieren Sie im eigenen Interesse, welches Fahrzeug und welche Person welchen Vorgang ausgelöst hat
- Der Entlastungseffekt ist real: bereits bei 15 Fahrzeugen fallen im Schnitt 1,7 Belege je Arbeitstag an
Umsatzsteuer aus dem Ausland zurückholen
Im EU-Ausland gezahlte Umsatzsteuer holen Sie über das Vorsteuervergütungsverfahren beim Bundeszentralamt für Steuern zurück. Der Antrag läuft ausschließlich elektronisch über das BZSt-Portal und braucht ein ELSTER-Zertifikat.
- Antragsfrist ist der 30. September des Folgejahres, das ist eine Ausschlussfrist
- Mindestbetrag 50 Euro beim Jahresantrag, 400 Euro bei einem Zeitraum ab drei Monaten
- Bei Kraftstoffen sind Rechnungskopien bereits ab 250 Euro Bemessungsgrundlage beizufügen, sonst erst ab 1.000 Euro
- Für Drittstaaten gilt das deutsche Verfahren nicht, dort ist direkt im jeweiligen Staat zu beantragen
Privatnutzung und Tankkarte als Benefit
Zwei sehr unterschiedliche Fälle, die oft verwechselt werden.
- Beim Firmenwagen mit Privatnutzung sind die laufenden Kosten einschließlich Kraftstoff mit der 1-Prozent-Regelung grundsätzlich abgegolten, eine zusätzlich überlassene Tankkarte erhöht den geldwerten Vorteil bei entsprechender Vereinbarung nicht
- Als Sachbezug an Beschäftigte ohne Firmenwagen gilt die monatliche Freigrenze von 50 Euro nach § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG
- Es ist eine Freigrenze, kein Freibetrag: bei Überschreitung wird der gesamte Betrag steuerpflichtig, und alle Sachbezüge eines Monats zählen zusammen
- Nicht ausgeschöpfte Beträge sind nicht in andere Monate übertragbar, maßgeblich ist die Aushändigung, nicht die Einlösung
Was sich beim Laden anders verhält als beim Tanken
Wer die erste E-Flotte aufbaut, überträgt oft die Denkweise vom Tanken. Drei Punkte funktionieren beim Strom aber anders, und einer davon hat sich zum 1. Januar 2026 grundlegend geändert.
Roaming statt eigenes Netz
Kein Anbieter betreibt alle Ladepunkte selbst. Der Zugang zu fremden Netzen entsteht über Roaming-Abkommen, weshalb die beworbenen Netzgrößen weit über die eigenen Ladepunkte hinausgehen. Die Zahlen reichen von rund 117.000 bis über 1.000.000 Ladepunkten in Europa.
- Entscheidend ist nicht die Gesamtzahl, sondern die Abdeckung entlang Ihrer Routen und am Betriebshof
- Roaming kann im Preis teurer sein als das eigene Netz des Anbieters, fragen Sie nach der Preisstaffel
- Der EuGH hat 2024 bestätigt, dass der Provider dabei als Kommissionär tätig werden kann, was die Lieferkette umsatzsteuerlich trägt
Blockiergebühren, das Problem ohne Entsprechung beim Tanken
Beim Laden gibt es eine zeitabhängige Kostenkomponente. Ein großer Anbieter führte zum 1. Februar 2026 einen Tarif mit bis zu 12 Cent brutto je Minute ab der 31. Minute beim DC-Laden ein. Die Fachpresse kritisierte die 30-Minuten-Grenze als praxisfern, weil viele Fahrzeuge in dieser Zeit den Ladehub von 10 auf 80 Prozent nicht schaffen.
- Fragen Sie ausdrücklich nach Blockiergebühren, ab welcher Minute sie greifen und ob AC und DC gleich behandelt werden
- Rechnen Sie einen typischen Ladevorgang Ihrer Fahrzeuge durch, nicht den Idealfall
- Einheitstarife über mehrere Länder klingen einfach, unterscheiden aber teils bis zu sechs Preiskategorien
| Ladeart | Preisniveau 2026 | Anmerkung |
|---|---|---|
| AC im Kartentarif | rund 0,49 Euro je kWh | Der Normalfall am Arbeitsplatz oder in der Stadt. Unter rund 50 Cent je kWh ist unterwegs selten. |
| DC im Kartentarif | 0,55 bis 0,65 Euro je kWh | Schnellladen mit Vertrag. Hier können zeitabhängige Blockiergebühren dazukommen. |
| AC ad hoc ohne Vertrag | 0,69 bis 0,79 Euro je kWh | Der Preis, den eine fahrende Person ohne Karte zahlt. Rund 40 Prozent teurer als im Tarif. |
| DC ad hoc ohne Vertrag | 0,79 bis 0,99 Euro je kWh | An der Autobahn wird aus 52 Cent schnell 84 Cent. Genau hier rechnet sich eine Ladekarte. |
Neu ab 2026: Laden zu Hause nur noch gegen kWh-Nachweis
Das BMF-Schreiben vom 11.11.2025 hat die monatlichen Pauschalen für die Erstattung des Ladens zu Hause zum 1. Januar 2026 abgeschafft. Steuerfrei erstattet wird nur noch die nachgewiesene Kilowattstundenmenge. Dafür braucht es einen gesonderten stationären oder mobilen Stromzähler, wallboxseitig oder fahrzeugintern.
- Eine eichrechtliche Konformität des Zählers ist steuerlich ausdrücklich nicht erforderlich
- Für 2026 gilt ein statistischer Durchschnittspreis von 34 Cent je Kilowattstunde, alternativ der tatsächliche eigene Tarif
- Stromgrundpreise dürfen neuerdings anteilig auf das Laden des Dienstwagens verteilt werden
- Die Regelung gilt für den Zeitraum 2026 bis 2030
- Eine Ladekarte allein löst das nicht, sie erfasst nur öffentliche Ladevorgänge
Was Sie fragen sollten und was typischerweise schiefgeht
Tankkartenangebote sind bewusst schwer vergleichbar. Diese neun Fragen zwingen jeden Anbieter auf dieselbe Rechenbasis, und die sechs Fehler darunter sind die, die in der Praxis Geld kosten.
Fragen, die Sie stellen sollten
- Nach welchem Modell rechnen Sie den Kraftstoff ab: Pumpenpreis abzüglich Nachlass, Referenz- oder Wochenpreis oder Einkaufspreis zuzüglich Aufschlag? Falls Referenzpreis: wie wird er hergeleitet und wo können wir ihn nachprüfen?
- Gilt der genannte Nachlass brutto oder netto, an welchen Stationen gilt er in voller Höhe, und wie hoch ist er an allen übrigen Akzeptanzstellen?
- Bitte nennen Sie alle Gebühren vollständig und schriftlich: Kartengebühr, prozentuale Systemgebühr mit Bezugsgröße, Transaktionsgebühr, Umrechnungs- und Auslandsgebühr, Ersatzkarte, PIN-Brief, Rechnungskopie und Mautabwicklung. Gibt es eine öffentlich abrufbare Preisliste?
- Wie hoch ist der effektive Literpreis für unseren konkreten Verbrauch? Bitte rechnen Sie mit unseren Daten eines realen Vormonats, aufgeschlüsselt nach den von uns genannten Stationen.
- Welche Limits können wir je Karte setzen, ist die Karte fahrzeug- oder fahrergebunden, lassen sich Produktgruppen wie Shop-Artikel sperren, wird der Kilometerstand an der Säule abgefragt, und wie schnell wirkt eine Sperrung nach einer Verlustmeldung?
- Welches umsatzsteuerliche Modell liegt Ihrem Vertrag zugrunde, Reihengeschäft oder Kreditgewährung? Erfüllt die Vertragsgestaltung die Kriterien des BMF-Schreibens vom 21.01.2025, und stellen Sie eine Sammelrechnung mit offenem Umsatzsteuerausweis aus?
- Wie läuft die Erstattung ausländischer Umsatzsteuer, übernehmen Sie das Vorsteuervergütungsverfahren, welche Provision fällt dafür an, in welchen Ländern, und stellen Sie die bei Kraftstoff bereits ab 250 Euro erforderlichen Einzelbelege bereit?
- Welche Exporte und Schnittstellen bietet das Reporting, insbesondere DATEV-Export, Kostenstellenzuordnung, Verbrauch je Fahrzeug und automatische Auffälligkeitsmeldungen? Sind diese Funktionen im Grundpreis enthalten?
- Welche Ladetarife gelten für E-Fahrzeuge, getrennt nach AC und DC, gibt es Blockier- oder Zeitgebühren und ab welcher Minute, und wie unterstützen Sie die seit 01.01.2026 erforderliche kWh-genaue Dokumentation des Ladens zu Hause?
Typische Fehler im Vergleich
Nur auf den Rabatt geschaut
Eine Systemgebühr von 1,00 Prozent vom Umsatz zehrt einen Nachlass von 2 Cent je Liter rechnerisch weitgehend auf. Vergleichen Sie deshalb den effektiven Literpreis inklusive aller Gebühren, nie die Rabattzusage allein.
Werbeaussagen ungeprüft übernommen
Aussagen der Form bis zu X Cent Rabatt gelten meist nur an der Stammtankstelle. Bei einem großen Anbieter beträgt der Unterschied zwischen Stammtankstelle und anderer Station derselben Marke bereits 1 Cent je Liter.
Das Netz nach absoluter Größe beurteilt
Eine Karte mit 14.000 Stationen nützt wenig, wenn die drei am häufigsten angefahrenen Stationen nicht dabei sind. Halten Sie eine Liste Ihrer zehn häufigsten Tankvorgänge des Vorjahres gegen die Akzeptanzliste des Anbieters.
Limits und Produktfreigaben nicht konfiguriert
Karten lassen sich mit PIN sowie Tages-, Wochen- und Monatslimits absichern. Wer die Standardeinstellung belässt und Shop-Artikel nicht sperrt, verliert die Kostenkontrolle und erschwert später die Abgrenzung betrieblicher Aufwendungen.
Die umsatzsteuerliche Einordnung nicht geprüft
Das BMF-Schreiben vom 21.01.2025 ist in allen offenen Fällen anzuwenden und enthält keine Übergangsfrist. Wer die Vertragsgestaltung nicht gegen die Kriterien prüft, riskiert die Versagung des Vorsteuerabzugs aus den Sammelrechnungen.
Die Ladeabrechnung wie die Tankabrechnung behandelt
Beim Laden gibt es zeitabhängige Blockiergebühren, die es beim Tanken nicht gibt. Und seit dem 01.01.2026 zählt beim Laden zu Hause nur noch die nachgewiesene kWh-Menge, die alten Monatspauschalen sind entfallen.
Häufige Fragen zu Tankkarten
Die Antworten beziehen sich auf den Stand 2026 und ersetzen keine Steuerberatung.
Lohnt sich eine Tankkarte schon bei fünf Fahrzeugen?
Ja, sofern der Anbieter keine hohe Mindestabnahme verlangt. Einzelne Produkte richten sich ausdrücklich an Fuhrparks bis fünf Fahrzeuge, große freie Anbieter arbeiten ganz ohne Mindestumsatz und Mindestflottengröße. Der Hauptnutzen bei kleinen Flotten liegt weniger im Rabatt als im Wegfall der Belegsammlung.
Was kostet eine Tankkarte typischerweise?
Die anbieterbezogenen Werte liegen zwischen 0 und rund 6 Euro je Karte und Monat. Hinzu kommt bei vielen Anbietern eine prozentuale Systemgebühr von rund 0,9 bis 2,5 Prozent vom Umsatz. Einzelne Vergleichsportale nennen deutlich höhere Kartengebühren, die sich in den Anbieterpreislisten nicht wiederfinden.
Wie hoch sind die Rabatte wirklich?
Belegt sind 1 bis 2 Cent je Liter als üblich. Ein Vergleichsportal nennt für 2026 eine Spanne von 2 bis 6 Cent, ordnet sie aber keinem Anbieter zu. Höhere Rabatte gelten in der Regel nur an der Stammtankstelle, und prozentuale Gebühren können sie weitgehend aufzehren.
Markengebundene oder markenübergreifende Karte?
Die markengebundene Karte ist stärker beim Preis an der Stammtankstelle, die markenübergreifende bei der Netzabdeckung. Betriebe mit festem Einsatzgebiet fahren meist mit der markengebundenen Karte günstiger, Betriebe mit wechselnden Baustellen und Montagefahrten mit der markenübergreifenden.
Dürfen wir die Vorsteuer aus der Tankkartenrechnung ziehen?
Ja, wenn der Vertrag als Reihengeschäft ausgestaltet ist und die allgemeinen Voraussetzungen des § 15 UStG erfüllt sind. Liegt dagegen eine steuerfreie Kreditgewährung vor, kann der Vorsteuerabzug aus den Rechnungen des Kartenunternehmens versagt werden. Maßgeblich sind die Kriterien des BMF-Schreibens vom 21.01.2025.
Was hat sich durch das EuGH-Urteil Vega International geändert?
Der EuGH entschied 2019, dass die Ausgabe von Tankkarten dort, wo der Emittent keine Verfügungsmacht über den Kraftstoff erlangt, eine steuerfreie Kreditgewährung darstellt. Das BMF hat darauf am 21.01.2025 reagiert, ist aber nicht zu einer pauschalen Einstufung übergegangen, sondern hält am Kriterienkatalog von 2004 fest. Das etablierte Reihengeschäftsmodell bleibt damit praktikabel.
Ab wann ist unser Fahrzeug mautpflichtig?
Seit dem 01.07.2024 sind Fahrzeuge mit einer technisch zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3,5 und weniger als 7,5 Tonnen mautpflichtig, wenn sie für den Güterkraftverkehr bestimmt sind oder dafür verwendet werden. Für Handwerksbetriebe gilt eine Ausnahme beim Transport von Material, Ausrüstung, Maschinen oder handwerklich gefertigten Gütern durch eigene Beschäftigte.
Wie holen wir im Ausland gezahlte Umsatzsteuer zurück?
Über das Vorsteuervergütungsverfahren beim Bundeszentralamt für Steuern, elektronisch über das BOP-Portal mit ELSTER-Zertifikat. Die Frist endet am 30. September des Folgejahres und ist eine Ausschlussfrist. Der Jahresantrag setzt mindestens 50 Euro voraus, ein Antrag über mindestens drei Monate mindestens 400 Euro. Bei Kraftstoff sind Rechnungskopien bereits ab 250 Euro beizufügen.
Erhöht eine Tankkarte den geldwerten Vorteil beim Dienstwagen?
Bei pauschaler Bewertung nach der 1-Prozent-Regelung sind die laufenden Kosten einschließlich Kraftstoff grundsätzlich abgegolten. Eine zusätzlich überlassene Tankkarte erhöht den geldwerten Vorteil bei entsprechender Vereinbarung über Privatfahrten daher nicht. Die konkrete Ausgestaltung gehört trotzdem steuerlich geprüft.
Können wir Beschäftigten eine Tankkarte steuerfrei als Zusatzleistung geben?
Ja, innerhalb der monatlichen Sachbezugsfreigrenze von 50 Euro nach § 8 Abs. 2 Satz 11 EStG. Voraussetzung ist die Gewährung zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn und ein reiner Sachleistungsanspruch. Es ist eine Freigrenze: bei Überschreitung wird der gesamte Betrag steuerpflichtig, und nicht genutzte Beträge sind nicht übertragbar.
Was hat sich 2026 beim Laden des Dienstwagens zu Hause geändert?
Die bisherigen monatlichen Pauschalen sind zum 01.01.2026 entfallen. Steuerfrei erstattet wird nur noch die nachgewiesene kWh-Menge, gemessen über einen gesonderten stationären oder mobilen Zähler, der nicht eichrechtskonform sein muss. Für 2026 gilt ein statistischer Durchschnittspreis von 34 Cent je Kilowattstunde, alternativ der tatsächliche Tarif. Die Regelung gilt für 2026 bis 2030.
Wie sichern wir eine verlorene Karte ab?
Karten sind mit PIN geschützt und lassen sich mit Tages-, Wochen- und Monatslimits begrenzen. Ein Marktbeispiel nennt 300 Euro Tageslimit, 650 Euro Wochenlimit und 2.600 Euro Monatslimit brutto. Klären Sie zusätzlich, ob die Karte an Fahrzeug oder Person gebunden ist und wie schnell eine Sperrung nach der Verlustmeldung wirkt.
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