Paymentsysteme Anbieter Vergleich für Händler
Kartenzahlung am Tresen, mobil beim Kunden oder im eigenen Shop. Was ein Angebot wirklich taugt, zeigt sich an den Transaktionsentgelten, der Auszahlungsfrist und daran, wie sauber das Terminal an die Kasse andockt.


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Anbieter im Überblick
5 Anbieter sind in dieser Kategorie mit einem Profil vertreten. Klappen Sie einen Eintrag auf, um Zielgruppe, Einzugsgebiet und Leistungsmerkmale zu sehen. Welcher Anbieter zu Ihnen passt, entscheidet Ihr Bedarf im Vergleich.
FLATPAYProfil noch nicht beanspruchtFlatpay ist kein eigener Acquirer, sondern ein europaweit auftretender Anbieter von Kartenterminals, Kassensystemen und Onlinezahlung, der die Abwicklung über Partner organisiert. Das Geschäftsmodell besteht aus kostenloser…Zum Profil
- Ein Terminal als Kernprodukt, das PAX A920 Pro, ohne Miete und ohne Kaufpreis
- Einheitliche Transaktionsrate über alle Kartentypen statt gestaffeltem Disagio
- Keine Grundgebühr und keine Einrichtungsgebühr beim reinen Terminal
- Mindestumsatz von 2.000 Euro je Terminal und Monat, sonst 50 Euro Zuschlag
- Eigenes Kassensystem in zwei Paketen mit integrierter Fiskaly Cloud TSE
- Onlinezahlung über die Plattform Frisbii mit Plugins für gängige Shopsysteme
POS PaymentProfil noch nicht beanspruchtPOS Payment Consulting ist ein inhabergeführtes Beratungs und Vertriebsunternehmen für bargeldlosen Zahlungsverkehr mit Sitz in Norderstedt bei Hamburg. Das Unternehmen wickelt selbst keine Zahlungen ab, sondern…Zum Profil
- Herstellerneutrale Terminalauswahl von Ingenico, Verifone, Worldline und CCV
- Stationäre, portable und mobile Bauformen im Portfolio
- Offene Kassenschnittstellen ZVT, O.P.I. und elPay
- Breiter Kartenkreis inklusive American Express, JCB, Diners Club und UnionPay
- girocard als ec cash und sepaELV
- Kontosplitting auf bis zu zehn Nutzer und Bankkonten
REA CardProfil noch nicht beanspruchtREA Card ist ein in Mühltal ansässiger Hersteller von Kartenterminals und Kassensystemen, der zur REA Gruppe gehört und seine Geräte am Standort entwickelt und fertigt. Das…Zum Profil
- Eigene Entwicklung und Fertigung in Deutschland
- Fünf aktuelle Terminalmodelle, stationär und mobil
- Vier Kassenlinien von 10,1 bis 15,6 Zoll
- Eigene Kassensoftware REA S5 in drei Ausbaustufen
- Netzbetrieb und Kartenakzeptanz aus derselben Hand
- Hotline an sieben Tagen in der Woche bis 21 Uhr
VertProfil noch nicht beanspruchtVert ist ein Zahlungsdienstleister in Form eines Gemeinschaftsunternehmens von Deutsche Bank und Fiserv mit Sitz in Frankfurt am Main. Das Angebot besteht aus Kartenterminals der Clover…Zum Profil
- Acquiring innerhalb der Unternehmensgruppe, Gerät und Abwicklung aus einem Vertrag
- Clover Gerätefamilie auf Android, erweiterbar über den Clover App Store
- Vollständiger deutscher Kartenmix inklusive girocard als eigenständigem Verfahren
- PayPal sowie Apple Pay, Google Pay und Samsung Wallet
- Auszahlung aller Kartenumsätze am nächsten Bankarbeitstag
- Bruttoauszahlung mit getrennter Monatsrechnung für die Gebühren
ZahlungsWERKProfil noch nicht beanspruchtZahlungsWERK ist ein Hamburger Anbieter von Kartenzahlungslösungen und eine hundertprozentige Tochter der Edekabank. Das Unternehmen vermietet Kartenterminals von Verifone und PAX, bietet zusätzlich eine SoftPOS Lösung…Zum Profil
- Zugelassener Netzbetreiber im girocard System seit Dezember 2025
- Hundertprozentige Tochter der Edekabank AG
- Pauschalsatz von 0,69 Prozent auf girocard, Visa und Mastercard
- Keine Transaktionsgebühr in Cent und kein Mindestumsatz nach Anbieterangabe
- Mietterminals von Verifone und PAX ab 12,50 Euro im Monat
- SoftPOS auf Android ab Version 8.1 mit NFC
Alle Einträge sind redaktionell recherchierte Profile. Es besteht zu keinem dieser Anbieter eine Geschäftsbeziehung, und Anfragen werden nicht an sie weitergeleitet.
Die Lösungstypen und wofür sie taugen
Die Kartenzahlung ist längst der Normalfall. Rund 65 Prozent des Einzelhandelsumsatzes laufen über Karte, der durchschnittliche Girocard-Bon liegt bei gut 36 Euro und über 90 Prozent der Zahlungen sind kontaktlos.

Stationäres Kartenterminal
Ein fest installiertes Gerät an der Kasse, meist über Netzwerk an den Netzbetreiber angebunden und mit dem Kassensystem gekoppelt. Der klassische Weg, Girocard und internationale Karten am Verkaufspunkt anzunehmen.
- Feste Anbindung, hohe Verfügbarkeit, kurze Autorisierungszeiten
- Kassenanbindung überträgt den Betrag automatisch
- Wird üblicherweise gemietet, inklusive Wartung und Ersatzgerät

Mobiles Terminal
Ein akkubetriebenes Gerät mit SIM-Karte oder WLAN, das frei im Betrieb bewegt wird. Typisch am Tisch in der Gastronomie, im Lieferfahrzeug oder auf Messen und Märkten.
- Für die eingebaute SIM fällt oft ein eigenes Monatsentgelt an
- Akkulaufzeit, Ladestation und Bondrucker sind Auswahlkriterien
- Häufig mit integrierter Kassenapp, was steuerliche Folgen hat

Smartphone als Terminal
Das eigene Smartphone wird per App zum Kartenleser, die NFC-Antenne liest Karte oder Wallet. Zusätzliche Hardware entfällt vollständig.
- Kein Gerätekauf und keine Miete, sehr niedrige Einstiegshürde
- Nur kontaktlos, Beleg digital oder über einen angebundenen Drucker
- Abhängig von Akku, Betriebssystem und Mobilfunkempfang

Integrierte Kassenlösung
Kasse und Zahlungsfunktion stecken in einem Gerät oder in einem eng gekoppelten System. Der Kassenvorgang erzeugt den Betrag, die Zahlung wird direkt ausgelöst, der Beleg gemeinsam gedruckt.
- Ein Ansprechpartner für Kasse und Zahlung, dafür engere Bindung
- Sicherungseinrichtung und Datenexport sind meist enthalten
- Auswertungen und Zahlungsdaten laufen in einer Oberfläche zusammen
| Lösungstyp | Einstiegskosten | Kassenanbindung | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|
| Stationäres Terminal | Miete ab etwa 6 Euro im Monat | ja, über Schnittstelle | Bäckerei, Apotheke, Fachhandel, Tankstelle |
| Mobiles Terminal | Miete ab etwa 17 Euro im Monat | ja, teils mit Kassenapp | Gastronomie mit Tischservice, Lieferdienst, Markt |
| Smartphone als Terminal | keine Hardwarekosten | meist nein | Nebenerwerb, Verein, Pop-up, Ausfallreserve |
| Integrierte Kassenlösung | Paketpreis für Kasse und Payment | systemintern | Gastronomie, Friseur, Handel mit Artikelstamm |
| Online-Payment | Einrichtung plus höhere Transaktionskosten | über Shopsystem | Webshop, Click and Collect, Abozahlungen |
| Unbeaufsichtigtes Terminal | hohe Hardwarekosten | über Automatensteuerung | Automat, Ladepunkt, Waschanlage, Parkraum |
Woraus sich ein Kartenentgelt zusammensetzt
Wer nur den beworbenen Prozentsatz vergleicht, vergleicht das Falsche. Der entscheidende Wert ist der effektive Satz aus allen Kosten eines Monats geteilt durch den Kartenumsatz.
Drei Bausteine bei internationalen Karten
Das Händlerentgelt besteht aus dem Interbankenentgelt, das an die kartenausgebende Bank geht, der Scheme Fee für das Kartensystem und der Marge des Zahlungsdienstleisters. Nur der erste Baustein ist gedeckelt, nämlich auf 0,2 Prozent bei Debitkarten und 0,3 Prozent bei Kreditkarten von Verbrauchern innerhalb der EU. Ein beworbener Satz nahe 0,2 Prozent ist deshalb nie der Endpreis.
Pauschal oder aufgeschlüsselt
Pauschale Tarife fassen alles in einen Satz je Kartenart. Das ist einfach zu vergleichen, verdeckt aber, dass günstige Girocard-Umsätze denselben Satz tragen wie teure Firmenkarten. Die aufgeschlüsselte Variante ist transparenter, erzeugt aber eine Abrechnung mit vielen Positionen. Bei hohem Girocard-Anteil lohnt fast immer das aufgeschlüsselte Modell.
Was nicht gedeckelt ist
Nicht unter die Deckelung fallen Firmenkarten, Bargeldabhebungen und Karten aus Drei-Parteien-Systemen. Firmenkarten werden häufig mit Aufschlägen um 1,6 Prozent berechnet, internationale Karten mit rund 1,5 Prozent. Wer viele Geschäftskunden bedient, sollte diese Position ausdrücklich abfragen.
Fixkosten neben dem Prozentsatz
Dazu gehören Terminalmiete, Servicepauschale, Transaktionsentgelt je Zahlung, Mindestgebühr, Einrichtungsgebühr und das Mobilfunkentgelt bei mobilen Geräten. Gerade bei kleinen Bons entscheidet die Mindestgebühr stärker über die Kosten als der Prozentsatz.
Auszahlung und Abrechnung
Die Spanne reicht von Sofortauszahlung gegen Aufpreis bis zur wöchentlichen Sammelgutschrift, üblich sind ein bis zwei Werktage. Wichtig ist außerdem, ob brutto oder netto ausgezahlt wird, also ob Gebühren vorab abgezogen oder monatlich separat abgerechnet werden. Das verändert Buchhaltung und Kassenabstimmung.
Die Girocard hat seit 2026 eine neue Position
Zum 1. Januar 2026 wurde im Girocard-System eine Scheme-Manager-Fee von 0,00209 Prozent des Umsatzes eingeführt. Bei 10.000 Euro Umsatz entspricht das rund 21 Cent. Wirtschaftlich ist das unbedeutend, auf der Abrechnung taucht es aber als eigene Position auf.
Ein Aufschlag für Kartenzahlung ist nicht erlaubt
Seit 2018 ist es untersagt, für die Nutzung bestimmter Zahlungsmittel ein Entgelt zu verlangen. Erfasst sind SEPA-Überweisung und Lastschrift in Euro sowie gegenüber Verbrauchern die Debit- und Kreditkarten von Visa und Mastercard. Ein Mindestumsatz für Kartenzahlung ist damit rechtlich angreifbar und bei einem durchschnittlichen Bon von gut 36 Euro auch wirtschaftlich fragwürdig.
- Nicht erfasst sind American Express und Diners Club
- Rabatte für ein bestimmtes Zahlungsmittel bleiben zulässig
- Die Gebühr gehört in die Kalkulation, nicht auf den Bon
Was Kartenzahlung kostet
Die Spannen sind groß, weil zwei Geschäftsmodelle aufeinandertreffen. Netzbetreiber und Acquirer arbeiten mit niedrigen Sätzen plus Fixkosten, Pauschalanbieter mit höheren Sätzen ohne Grundgebühr.
| Posten | Spanne | Wovon es abhängt |
|---|---|---|
| Girocard je Umsatz | 0,25 bis 1,4 Prozent | unter 0,5 Prozent meist nur mit Vertrag und Fixkosten |
| Kreditkarte je Umsatz | 0,9 bis 2,0 Prozent | Kartenart, Ausschläge nach oben bei Firmenkarten |
| American Express | 1,5 bis 3,0 Prozent | außerhalb der Deckelung, oft eigener Vertrag |
| Firmen- und Auslandskarten | Aufschlag rund 1,5 bis 1,6 Prozent | nicht gedeckelt, relevant bei vielen Geschäftskunden |
| Transaktionsentgelt | 7 bis 12 Cent je Zahlung | Netzbetrieb, unabhängig vom Betrag |
| Terminalmiete stationär | 6 bis 24 Euro pro Monat | Geräteklasse und Umfang des Servicepakets |
| Servicepauschale | 5 bis 8 Euro pro Monat | Wartung, Updates, Hotline |
| Monatliche Grundgebühr | 0 bis 112 Euro | Tarifmodell, bei Pauschaltarifen oft null |
| Gerätekauf Einstieg | 17 bis 249 Euro | Bauform und Funktionsumfang |
| Rückbuchung | 15 bis 50 Euro je Fall | Anbieter und Kartenart |
Spannen für den deutschen Markt, Stand September 2026, netto. Beispielrechnungen eines Netzbetreibers nennen für 3.000 Euro Kartenumsatz und 100 Zahlungen rund 25 bis 41 Euro im Monat und für 12.000 Euro und 300 Zahlungen rund 101 Euro. Achten Sie zusätzlich auf Mindestgebühr je Transaktion, Mobilfunkentgelt, Währungsumrechnung und Entgelte für fehlende PCI-Selbstauskunft.
Was rund um die Kartenzahlung geregelt ist
Die meisten Streitpunkte im Vergleich lassen sich auflösen, wenn man diese fünf Punkte kennt.
Kontaktlos ohne PIN hat Grenzen
Die starke Kundenauthentifizierung verlangt zwei von drei Faktoren aus Wissen, Besitz und Merkmal. Am Terminal gilt eine Ausnahme bis 50 Euro je Zahlung. Eine PIN wird spätestens verlangt, wenn seit der letzten Eingabe fünf kontaktlose Zahlungen erfolgt sind oder ein kumulierter Betrag von 150 Euro erreicht ist. Geräte ohne PIN-Feld stoßen spätestens dann an ihre Grenze.
Ein reines Terminal braucht keine Kasse
Die Pflicht zur technischen Sicherungseinrichtung trifft elektronische Aufzeichnungssysteme mit Kassenfunktion. Ein reines Kartenterminal ohne Kassenfunktion ist kein solches System. Sobald auf dem Terminal eine Kassenapp läuft, die auch Barzahlungen erfassen kann, wird das Gerät aufzeichnungs- und meldepflichtig.
Der Terminalbeleg ersetzt den Kassenbon nicht
Auf dem Terminalbeleg fehlen Pflichtangaben wie Transaktionsnummer, Seriennummer und Signatur der Sicherungseinrichtung. Wer mit offener Ladenkasse und Terminal arbeitet, muss Kartenumsätze sauber trennen, die Terminalabrechnungen als Einzelbeleg aufbewahren und einen nachvollziehbaren täglichen Kassensturz führen.
PCI DSS betrifft fast jeden Betrieb nur formal
Betriebe unter einer Million Transaktionen im Jahr füllen in der Regel einmal jährlich eine Selbstauskunft aus. Wer ein zertifiziertes Terminal nutzt und Kartendaten nie auf eigenen Systemen verarbeitet, hat geringen Aufwand. Manche Anbieter berechnen ein Entgelt, wenn die Selbstauskunft fehlt.
Was politisch in Arbeit ist
Nach Plänen des Bundesfinanzministeriums sollen Betriebe in Handel, Gastronomie und Dienstleistung ab 2027 neben Bargeld mindestens eine digitale Zahlungsmöglichkeit anbieten, wobei der Betrieb das Verfahren wählen darf. Der Vorschlag ist noch nicht beschlossen. Parallel laufen die Überarbeitung der europäischen Zahlungsdiensteregeln und das Projekt digitaler Euro, beides mit Wirkung frühestens ab 2027.
Worauf Sie vor dem Abschluss achten sollten
Drei Punkte entscheiden über den Preis, den Sie am Ende wirklich zahlen. Darunter die Fragen für das Anbietergespräch und die häufigsten Fehler.
Den eigenen Kartenmix kennen
Wer überwiegend Girocard annimmt, zahlt bei einem Pauschaltarif ein Vielfaches dessen, was ein Vertrag mit niedrigem Satz plus Fixkosten kostet. Wer viele Firmen- und Auslandskarten sieht, fährt mit einem Pauschaltarif oft besser. Ohne Auswertung der letzten zwölf Monate ist die Entscheidung Zufall.
Den effektiven Satz rechnen
Nehmen Sie alle Kosten eines Monats und teilen Sie sie durch den Kartenumsatz. Grundgebühr, Servicepauschale, Transaktionsentgelt und Mindestgebühr verschieben das Ergebnis erheblich, gerade bei kleinen Bons.
Die Kassenanbindung vorher klären
Wird der Betrag manuell am Terminal eingetippt, entstehen Tippfehler und täglicher Abstimmungsaufwand. Ob Ihr Kassensystem die Schnittstelle des Terminals unterstützt und welche Modelle freigegeben sind, gehört vor die Unterschrift.
Fragen, die Sie stellen sollten
- Wie hoch ist der Gesamtpreis je Kartenart, getrennt nach Girocard, Debit, Kredit, Firmenkarten, Nicht-EWR-Karten und American Express?
- Welche Fixkosten fallen monatlich an, also Grundgebühr, Terminalmiete, Servicepauschale, SIM-Entgelt und Portalgebühren?
- Wie hoch ist das Transaktionsentgelt je Zahlung und gibt es eine Mindestgebühr?
- Wann wird ausgezahlt und erfolgt die Gutschrift brutto mit separater Gebührenrechnung oder netto nach Abzug?
- Welche Laufzeit gilt, wie lang ist die Kündigungsfrist und sind Akzeptanzvertrag und Netzbetreibervertrag getrennt kündbar?
- Welche Schnittstelle unterstützt das Terminal und ist mein konkretes Kassensystem in dieser Version freigegeben?
- Was passiert bei einem Defekt, innerhalb welcher Frist kommt ein Ersatzgerät und was kostet das?
- Welche Entgelte fallen bei Rückbuchungen, Währungsumrechnung, Papierrechnung und fehlender PCI-Selbstauskunft an?
- Welcher Fragebogen zur PCI-Selbstauskunft gilt für mein Setup und unterstützen Sie dabei?
Typische Fehler im Vergleich
Nur auf den beworbenen Prozentsatz schauen
Der entscheidende Wert ist der effektive Satz aus allen Kosten eines Monats geteilt durch den Kartenumsatz. Grundgebühr, Servicepauschale, Transaktionsentgelt und Mindestgebühr verschieben das Ergebnis erheblich.
Den eigenen Kartenmix nicht kennen
Ohne Auswertung der letzten zwölf Monate ist die Tarifwahl Zufall. Bei hohem Girocard-Anteil ist ein Pauschaltarif fast immer zu teuer, bei vielen Firmenkarten oft nicht.
Mindestbeträge oder Aufschläge einführen
Ein Entgelt für Visa- und Mastercard-Zahlungen von Verbrauchern ist unzulässig. Ein Mindestumsatz ist zudem ein Verkaufshemmnis bei einem durchschnittlichen Girocard-Bon von gut 36 Euro.
Kassenanbindung erst nach dem Kauf klären
Manuell eingetippte Beträge erzeugen Tippfehler und täglichen Abstimmungsaufwand. Die Freigabe des Terminalmodells für Ihr Kassensystem gehört vor die Unterschrift.
Die Frage nach der Sicherungseinrichtung falsch einordnen
Ein Smart-Terminal mit Kassenapp, die Barzahlungen erfassen kann, ist ein aufzeichnungspflichtiges System und damit melde- und TSE-pflichtig. Der Terminalbeleg ersetzt den Kassenbon nicht.
Lange Laufzeiten ohne Ausstieg unterschreiben
Laufzeiten bis 60 Monate sind marktüblich, teils gekoppelt an Mindestumsätze. Wer saisonal arbeitet oder wächst, sitzt sonst in einem Tarif fest, der nach einem Jahr nicht mehr passt.
Fragen zu Kartenzahlung und Terminals
Brauche ich für ein Kartenterminal eine TSE?
Ein eigenständiges Kartenterminal ohne Kassenfunktion braucht keine technische Sicherungseinrichtung, weil es keine Barzahlungen erfassen kann. Sobald auf dem Gerät eine Kassenapp läuft, die auch nur teilweise Barumsätze erfasst, wird das System aufzeichnungspflichtig. Der Terminalbeleg ersetzt den Kassenbon nicht.
Darf ich eine Gebühr für Kartenzahlung verlangen?
Bei Verbrauchern nicht, wenn es sich um Debit- oder Kreditkarten von Visa oder Mastercard handelt, ebenso wenig bei SEPA-Überweisung und Lastschrift in Euro. American Express und Diners Club sind vom Verbot nicht erfasst. Rabatte für ein bevorzugtes Zahlungsmittel bleiben erlaubt.
Was kostet Kartenzahlung realistisch?
Für die Girocard liegen die belegten Angebote zwischen etwa 0,25 und 1,4 Prozent, für Kreditkarten zwischen etwa 0,9 und 2,0 Prozent, jeweils zuzüglich Fixkosten und Transaktionsentgelt. Die Bundesbank beziffert die Gesamtkosten der Girocard-Annahme im Mittel auf rund ein Prozent des Umsatzes.
Warum ist die Girocard günstiger als die Kreditkarte?
Die Girocard nutzt die deutsche Bankeninfrastruktur und kennt die Systemgebühren der internationalen Kartensysteme in dieser Form nicht. Hinzu kommt, dass Interbankenentgelte bei Verbraucherdebitkarten auf 0,2 Prozent gedeckelt sind und bei Kreditkarten auf 0,3 Prozent, während Firmen- und Drei-Parteien-Karten ungedeckelt bleiben.
Was ist die neue Scheme-Manager-Fee?
Seit dem 1. Januar 2026 werden im Girocard-System 0,00209 Prozent des Umsatzes erhoben. Bei 10.000 Euro Umsatz sind das rund 21 Cent zuzüglich Umsatzsteuer. Am Bezahlvorgang ändert sich nichts, auf der Abrechnung taucht die Position aber neu auf.
Pauschaltarif oder aufgeschlüsseltes Modell?
Das aufgeschlüsselte Modell lohnt sich, wenn ein großer Teil des Umsatzes über gedeckelte Debitkarten läuft, weil der niedrige Interchange dann voll durchschlägt. Ein Pauschaltarif ist ruhiger und kann bei hohem Anteil an Firmen- oder Premiumkarten günstiger sein.
Wann muss der Kunde die PIN eingeben?
Kontaktlos ohne PIN funktioniert bis 50 Euro je Zahlung. Eine PIN wird spätestens verlangt, wenn seit der letzten Eingabe fünf kontaktlose Zahlungen in Folge erfolgt sind oder ein kumulierter Betrag von 150 Euro erreicht ist. Das ist eine europäische Vorgabe und keine Einstellung des Terminals.
Wird Kartenzahlung in Deutschland Pflicht?
Bisher nicht. Das Bundesfinanzministerium plant eine Pflicht ab 2027, neben Bargeld mindestens eine digitale Zahlungsmöglichkeit anzubieten, mit Wahlfreiheit beim Verfahren und Ausnahmen für nicht gewerbliche Organisationen. Der Vorschlag ist noch nicht beschlossen.
Was muss ich zu PCI DSS tun?
Die meisten kleinen Betriebe fallen in die Stufe mit unter einer Million Transaktionen im Jahr und füllen einmal jährlich eine Selbstauskunft aus. Wer ein zertifiziertes Terminal nutzt und Kartendaten nie selbst speichert, hat geringen Aufwand. Manche Anbieter berechnen ein Entgelt, wenn der Nachweis fehlt.
Reicht ein Smartphone als Kartenterminal?
Für Betriebe mit wenigen Zahlungen am Tag, für mobile Einsätze und als Ausfallreserve reicht es aus, weil keine Hardware nötig ist und keine Laufzeit anfällt. Grenzen liegen bei Akku, Empfang, Belegdruck und bei Zahlungen, die eine PIN verlangen.
Wann bekomme ich mein Geld?
Marktüblich sind ein bis zwei Werktage bis zur Gutschrift. Sofortauszahlungen sind bei manchen Anbietern gegen Aufpreis möglich. Wichtig ist außerdem, ob brutto ausgezahlt und separat abgerechnet wird oder ob Gebühren direkt abgezogen werden, denn das verändert die Kassenabstimmung.
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