Paymentsysteme Anbieter Vergleich für Händler

Kartenzahlung am Tresen, mobil beim Kunden oder im eigenen Shop. Was ein Angebot wirklich taugt, zeigt sich an den Transaktionsentgelten, der Auszahlungsfrist und daran, wie sauber das Terminal an die Kasse andockt.

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Anbieter im Überblick

5 Anbieter sind in dieser Kategorie mit einem Profil vertreten. Klappen Sie einen Eintrag auf, um Zielgruppe, Einzugsgebiet und Leistungsmerkmale zu sehen. Welcher Anbieter zu Ihnen passt, entscheidet Ihr Bedarf im Vergleich.

FLATPAYProfil noch nicht beanspruchtFlatpay ist kein eigener Acquirer, sondern ein europaweit auftretender Anbieter von Kartenterminals, Kassensystemen und Onlinezahlung, der die Abwicklung über Partner organisiert. Das Geschäftsmodell besteht aus kostenloser…Zum Profil
ZielgruppeKleine und mittlere Betriebe mit stabilem Kartenumsatz über 2.000 Euro je Terminal und Monat
EinzugsgebietDeutschland, dazu Dänemark, Finnland, Italien, Frankreich, Niederlande und Vereinigtes Königreich
SitzBerlin, deutsche Gesellschaft der dänischen Flatpay ApS
KategorienPaymentsysteme
Leistungsmerkmale
  • Ein Terminal als Kernprodukt, das PAX A920 Pro, ohne Miete und ohne Kaufpreis
  • Einheitliche Transaktionsrate über alle Kartentypen statt gestaffeltem Disagio
  • Keine Grundgebühr und keine Einrichtungsgebühr beim reinen Terminal
  • Mindestumsatz von 2.000 Euro je Terminal und Monat, sonst 50 Euro Zuschlag
  • Eigenes Kassensystem in zwei Paketen mit integrierter Fiskaly Cloud TSE
  • Onlinezahlung über die Plattform Frisbii mit Plugins für gängige Shopsysteme
POS PaymentProfil noch nicht beanspruchtPOS Payment Consulting ist ein inhabergeführtes Beratungs und Vertriebsunternehmen für bargeldlosen Zahlungsverkehr mit Sitz in Norderstedt bei Hamburg. Das Unternehmen wickelt selbst keine Zahlungen ab, sondern…Zum Profil
ZielgruppeHändler und Dienstleister sowie Netzbetreiber und Acquirer
EinzugsgebietDeutschland, Österreich, Dänemark und Benelux
SitzNorderstedt bei Hamburg
KategorienPaymentsysteme
Leistungsmerkmale
  • Herstellerneutrale Terminalauswahl von Ingenico, Verifone, Worldline und CCV
  • Stationäre, portable und mobile Bauformen im Portfolio
  • Offene Kassenschnittstellen ZVT, O.P.I. und elPay
  • Breiter Kartenkreis inklusive American Express, JCB, Diners Club und UnionPay
  • girocard als ec cash und sepaELV
  • Kontosplitting auf bis zu zehn Nutzer und Bankkonten
REA CardProfil noch nicht beanspruchtREA Card ist ein in Mühltal ansässiger Hersteller von Kartenterminals und Kassensystemen, der zur REA Gruppe gehört und seine Geräte am Standort entwickelt und fertigt. Das…Zum Profil
ZielgruppeKleine und mittlere Betriebe in Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistung
EinzugsgebietDeutschland
SitzMühltal, Deutschland
KategorienKassensysteme, Paymentsysteme
Leistungsmerkmale
  • Eigene Entwicklung und Fertigung in Deutschland
  • Fünf aktuelle Terminalmodelle, stationär und mobil
  • Vier Kassenlinien von 10,1 bis 15,6 Zoll
  • Eigene Kassensoftware REA S5 in drei Ausbaustufen
  • Netzbetrieb und Kartenakzeptanz aus derselben Hand
  • Hotline an sieben Tagen in der Woche bis 21 Uhr
VertProfil noch nicht beanspruchtVert ist ein Zahlungsdienstleister in Form eines Gemeinschaftsunternehmens von Deutsche Bank und Fiserv mit Sitz in Frankfurt am Main. Das Angebot besteht aus Kartenterminals der Clover…Zum Profil
ZielgruppeGewerbliche Betriebe mit persönlichem Kundenkontakt, vom Einzelstandort bis zur Filialkette
EinzugsgebietDeutschland
SitzFrankfurt am Main
KategorienPaymentsysteme
Leistungsmerkmale
  • Acquiring innerhalb der Unternehmensgruppe, Gerät und Abwicklung aus einem Vertrag
  • Clover Gerätefamilie auf Android, erweiterbar über den Clover App Store
  • Vollständiger deutscher Kartenmix inklusive girocard als eigenständigem Verfahren
  • PayPal sowie Apple Pay, Google Pay und Samsung Wallet
  • Auszahlung aller Kartenumsätze am nächsten Bankarbeitstag
  • Bruttoauszahlung mit getrennter Monatsrechnung für die Gebühren
ZahlungsWERKProfil noch nicht beanspruchtZahlungsWERK ist ein Hamburger Anbieter von Kartenzahlungslösungen und eine hundertprozentige Tochter der Edekabank. Das Unternehmen vermietet Kartenterminals von Verifone und PAX, bietet zusätzlich eine SoftPOS Lösung…Zum Profil
ZielgruppeEinzelbetriebe bis Mehrfilialunternehmen mit Schwerpunkt auf girocard, Visa und Mastercard
EinzugsgebietDeutschland
SitzHamburg
KategorienPaymentsysteme
Leistungsmerkmale
  • Zugelassener Netzbetreiber im girocard System seit Dezember 2025
  • Hundertprozentige Tochter der Edekabank AG
  • Pauschalsatz von 0,69 Prozent auf girocard, Visa und Mastercard
  • Keine Transaktionsgebühr in Cent und kein Mindestumsatz nach Anbieterangabe
  • Mietterminals von Verifone und PAX ab 12,50 Euro im Monat
  • SoftPOS auf Android ab Version 8.1 mit NFC

Alle Einträge sind redaktionell recherchierte Profile. Es besteht zu keinem dieser Anbieter eine Geschäftsbeziehung, und Anfragen werden nicht an sie weitergeleitet.

Die Lösungstypen und wofür sie taugen

Die Kartenzahlung ist längst der Normalfall. Rund 65 Prozent des Einzelhandelsumsatzes laufen über Karte, der durchschnittliche Girocard-Bon liegt bei gut 36 Euro und über 90 Prozent der Zahlungen sind kontaktlos.

Paymentsysteme, Abbildung 1

Stationäres Kartenterminal

Ein fest installiertes Gerät an der Kasse, meist über Netzwerk an den Netzbetreiber angebunden und mit dem Kassensystem gekoppelt. Der klassische Weg, Girocard und internationale Karten am Verkaufspunkt anzunehmen.

Paymentsysteme, Abbildung 2

Mobiles Terminal

Ein akkubetriebenes Gerät mit SIM-Karte oder WLAN, das frei im Betrieb bewegt wird. Typisch am Tisch in der Gastronomie, im Lieferfahrzeug oder auf Messen und Märkten.

Paymentsysteme, Abbildung 3

Smartphone als Terminal

Das eigene Smartphone wird per App zum Kartenleser, die NFC-Antenne liest Karte oder Wallet. Zusätzliche Hardware entfällt vollständig.

Paymentsysteme, Abbildung 4

Integrierte Kassenlösung

Kasse und Zahlungsfunktion stecken in einem Gerät oder in einem eng gekoppelten System. Der Kassenvorgang erzeugt den Betrag, die Zahlung wird direkt ausgelöst, der Beleg gemeinsam gedruckt.

LösungstypEinstiegskostenKassenanbindungTypischer Einsatz
Stationäres TerminalMiete ab etwa 6 Euro im Monatja, über SchnittstelleBäckerei, Apotheke, Fachhandel, Tankstelle
Mobiles TerminalMiete ab etwa 17 Euro im Monatja, teils mit KassenappGastronomie mit Tischservice, Lieferdienst, Markt
Smartphone als Terminalkeine Hardwarekostenmeist neinNebenerwerb, Verein, Pop-up, Ausfallreserve
Integrierte KassenlösungPaketpreis für Kasse und PaymentsysteminternGastronomie, Friseur, Handel mit Artikelstamm
Online-PaymentEinrichtung plus höhere Transaktionskostenüber ShopsystemWebshop, Click and Collect, Abozahlungen
Unbeaufsichtigtes Terminalhohe Hardwarekostenüber AutomatensteuerungAutomat, Ladepunkt, Waschanlage, Parkraum

Woraus sich ein Kartenentgelt zusammensetzt

Wer nur den beworbenen Prozentsatz vergleicht, vergleicht das Falsche. Der entscheidende Wert ist der effektive Satz aus allen Kosten eines Monats geteilt durch den Kartenumsatz.

Drei Bausteine bei internationalen Karten

Das Händlerentgelt besteht aus dem Interbankenentgelt, das an die kartenausgebende Bank geht, der Scheme Fee für das Kartensystem und der Marge des Zahlungsdienstleisters. Nur der erste Baustein ist gedeckelt, nämlich auf 0,2 Prozent bei Debitkarten und 0,3 Prozent bei Kreditkarten von Verbrauchern innerhalb der EU. Ein beworbener Satz nahe 0,2 Prozent ist deshalb nie der Endpreis.

Pauschal oder aufgeschlüsselt

Pauschale Tarife fassen alles in einen Satz je Kartenart. Das ist einfach zu vergleichen, verdeckt aber, dass günstige Girocard-Umsätze denselben Satz tragen wie teure Firmenkarten. Die aufgeschlüsselte Variante ist transparenter, erzeugt aber eine Abrechnung mit vielen Positionen. Bei hohem Girocard-Anteil lohnt fast immer das aufgeschlüsselte Modell.

Was nicht gedeckelt ist

Nicht unter die Deckelung fallen Firmenkarten, Bargeldabhebungen und Karten aus Drei-Parteien-Systemen. Firmenkarten werden häufig mit Aufschlägen um 1,6 Prozent berechnet, internationale Karten mit rund 1,5 Prozent. Wer viele Geschäftskunden bedient, sollte diese Position ausdrücklich abfragen.

Fixkosten neben dem Prozentsatz

Dazu gehören Terminalmiete, Servicepauschale, Transaktionsentgelt je Zahlung, Mindestgebühr, Einrichtungsgebühr und das Mobilfunkentgelt bei mobilen Geräten. Gerade bei kleinen Bons entscheidet die Mindestgebühr stärker über die Kosten als der Prozentsatz.

Auszahlung und Abrechnung

Die Spanne reicht von Sofortauszahlung gegen Aufpreis bis zur wöchentlichen Sammelgutschrift, üblich sind ein bis zwei Werktage. Wichtig ist außerdem, ob brutto oder netto ausgezahlt wird, also ob Gebühren vorab abgezogen oder monatlich separat abgerechnet werden. Das verändert Buchhaltung und Kassenabstimmung.

Die Girocard hat seit 2026 eine neue Position

Zum 1. Januar 2026 wurde im Girocard-System eine Scheme-Manager-Fee von 0,00209 Prozent des Umsatzes eingeführt. Bei 10.000 Euro Umsatz entspricht das rund 21 Cent. Wirtschaftlich ist das unbedeutend, auf der Abrechnung taucht es aber als eigene Position auf.

Ein Aufschlag für Kartenzahlung ist nicht erlaubt

Seit 2018 ist es untersagt, für die Nutzung bestimmter Zahlungsmittel ein Entgelt zu verlangen. Erfasst sind SEPA-Überweisung und Lastschrift in Euro sowie gegenüber Verbrauchern die Debit- und Kreditkarten von Visa und Mastercard. Ein Mindestumsatz für Kartenzahlung ist damit rechtlich angreifbar und bei einem durchschnittlichen Bon von gut 36 Euro auch wirtschaftlich fragwürdig.

Was Kartenzahlung kostet

Die Spannen sind groß, weil zwei Geschäftsmodelle aufeinandertreffen. Netzbetreiber und Acquirer arbeiten mit niedrigen Sätzen plus Fixkosten, Pauschalanbieter mit höheren Sätzen ohne Grundgebühr.

PostenSpanneWovon es abhängt
Girocard je Umsatz0,25 bis 1,4 Prozentunter 0,5 Prozent meist nur mit Vertrag und Fixkosten
Kreditkarte je Umsatz0,9 bis 2,0 ProzentKartenart, Ausschläge nach oben bei Firmenkarten
American Express1,5 bis 3,0 Prozentaußerhalb der Deckelung, oft eigener Vertrag
Firmen- und AuslandskartenAufschlag rund 1,5 bis 1,6 Prozentnicht gedeckelt, relevant bei vielen Geschäftskunden
Transaktionsentgelt7 bis 12 Cent je ZahlungNetzbetrieb, unabhängig vom Betrag
Terminalmiete stationär6 bis 24 Euro pro MonatGeräteklasse und Umfang des Servicepakets
Servicepauschale5 bis 8 Euro pro MonatWartung, Updates, Hotline
Monatliche Grundgebühr0 bis 112 EuroTarifmodell, bei Pauschaltarifen oft null
Gerätekauf Einstieg17 bis 249 EuroBauform und Funktionsumfang
Rückbuchung15 bis 50 Euro je FallAnbieter und Kartenart

Spannen für den deutschen Markt, Stand September 2026, netto. Beispielrechnungen eines Netzbetreibers nennen für 3.000 Euro Kartenumsatz und 100 Zahlungen rund 25 bis 41 Euro im Monat und für 12.000 Euro und 300 Zahlungen rund 101 Euro. Achten Sie zusätzlich auf Mindestgebühr je Transaktion, Mobilfunkentgelt, Währungsumrechnung und Entgelte für fehlende PCI-Selbstauskunft.

Was rund um die Kartenzahlung geregelt ist

Die meisten Streitpunkte im Vergleich lassen sich auflösen, wenn man diese fünf Punkte kennt.

Kontaktlos ohne PIN hat Grenzen

Die starke Kundenauthentifizierung verlangt zwei von drei Faktoren aus Wissen, Besitz und Merkmal. Am Terminal gilt eine Ausnahme bis 50 Euro je Zahlung. Eine PIN wird spätestens verlangt, wenn seit der letzten Eingabe fünf kontaktlose Zahlungen erfolgt sind oder ein kumulierter Betrag von 150 Euro erreicht ist. Geräte ohne PIN-Feld stoßen spätestens dann an ihre Grenze.

Ein reines Terminal braucht keine Kasse

Die Pflicht zur technischen Sicherungseinrichtung trifft elektronische Aufzeichnungssysteme mit Kassenfunktion. Ein reines Kartenterminal ohne Kassenfunktion ist kein solches System. Sobald auf dem Terminal eine Kassenapp läuft, die auch Barzahlungen erfassen kann, wird das Gerät aufzeichnungs- und meldepflichtig.

Der Terminalbeleg ersetzt den Kassenbon nicht

Auf dem Terminalbeleg fehlen Pflichtangaben wie Transaktionsnummer, Seriennummer und Signatur der Sicherungseinrichtung. Wer mit offener Ladenkasse und Terminal arbeitet, muss Kartenumsätze sauber trennen, die Terminalabrechnungen als Einzelbeleg aufbewahren und einen nachvollziehbaren täglichen Kassensturz führen.

PCI DSS betrifft fast jeden Betrieb nur formal

Betriebe unter einer Million Transaktionen im Jahr füllen in der Regel einmal jährlich eine Selbstauskunft aus. Wer ein zertifiziertes Terminal nutzt und Kartendaten nie auf eigenen Systemen verarbeitet, hat geringen Aufwand. Manche Anbieter berechnen ein Entgelt, wenn die Selbstauskunft fehlt.

Was politisch in Arbeit ist

Nach Plänen des Bundesfinanzministeriums sollen Betriebe in Handel, Gastronomie und Dienstleistung ab 2027 neben Bargeld mindestens eine digitale Zahlungsmöglichkeit anbieten, wobei der Betrieb das Verfahren wählen darf. Der Vorschlag ist noch nicht beschlossen. Parallel laufen die Überarbeitung der europäischen Zahlungsdiensteregeln und das Projekt digitaler Euro, beides mit Wirkung frühestens ab 2027.

Worauf Sie vor dem Abschluss achten sollten

Drei Punkte entscheiden über den Preis, den Sie am Ende wirklich zahlen. Darunter die Fragen für das Anbietergespräch und die häufigsten Fehler.

Den eigenen Kartenmix kennen

Wer überwiegend Girocard annimmt, zahlt bei einem Pauschaltarif ein Vielfaches dessen, was ein Vertrag mit niedrigem Satz plus Fixkosten kostet. Wer viele Firmen- und Auslandskarten sieht, fährt mit einem Pauschaltarif oft besser. Ohne Auswertung der letzten zwölf Monate ist die Entscheidung Zufall.

Den effektiven Satz rechnen

Nehmen Sie alle Kosten eines Monats und teilen Sie sie durch den Kartenumsatz. Grundgebühr, Servicepauschale, Transaktionsentgelt und Mindestgebühr verschieben das Ergebnis erheblich, gerade bei kleinen Bons.

Die Kassenanbindung vorher klären

Wird der Betrag manuell am Terminal eingetippt, entstehen Tippfehler und täglicher Abstimmungsaufwand. Ob Ihr Kassensystem die Schnittstelle des Terminals unterstützt und welche Modelle freigegeben sind, gehört vor die Unterschrift.

Fragen, die Sie stellen sollten

Typische Fehler im Vergleich

Der entscheidende Wert ist der effektive Satz aus allen Kosten eines Monats geteilt durch den Kartenumsatz. Grundgebühr, Servicepauschale, Transaktionsentgelt und Mindestgebühr verschieben das Ergebnis erheblich.

Ohne Auswertung der letzten zwölf Monate ist die Tarifwahl Zufall. Bei hohem Girocard-Anteil ist ein Pauschaltarif fast immer zu teuer, bei vielen Firmenkarten oft nicht.

Ein Entgelt für Visa- und Mastercard-Zahlungen von Verbrauchern ist unzulässig. Ein Mindestumsatz ist zudem ein Verkaufshemmnis bei einem durchschnittlichen Girocard-Bon von gut 36 Euro.

Manuell eingetippte Beträge erzeugen Tippfehler und täglichen Abstimmungsaufwand. Die Freigabe des Terminalmodells für Ihr Kassensystem gehört vor die Unterschrift.

Ein Smart-Terminal mit Kassenapp, die Barzahlungen erfassen kann, ist ein aufzeichnungspflichtiges System und damit melde- und TSE-pflichtig. Der Terminalbeleg ersetzt den Kassenbon nicht.

Laufzeiten bis 60 Monate sind marktüblich, teils gekoppelt an Mindestumsätze. Wer saisonal arbeitet oder wächst, sitzt sonst in einem Tarif fest, der nach einem Jahr nicht mehr passt.

Fragen zu Kartenzahlung und Terminals

Ein eigenständiges Kartenterminal ohne Kassenfunktion braucht keine technische Sicherungseinrichtung, weil es keine Barzahlungen erfassen kann. Sobald auf dem Gerät eine Kassenapp läuft, die auch nur teilweise Barumsätze erfasst, wird das System aufzeichnungspflichtig. Der Terminalbeleg ersetzt den Kassenbon nicht.

Bei Verbrauchern nicht, wenn es sich um Debit- oder Kreditkarten von Visa oder Mastercard handelt, ebenso wenig bei SEPA-Überweisung und Lastschrift in Euro. American Express und Diners Club sind vom Verbot nicht erfasst. Rabatte für ein bevorzugtes Zahlungsmittel bleiben erlaubt.

Für die Girocard liegen die belegten Angebote zwischen etwa 0,25 und 1,4 Prozent, für Kreditkarten zwischen etwa 0,9 und 2,0 Prozent, jeweils zuzüglich Fixkosten und Transaktionsentgelt. Die Bundesbank beziffert die Gesamtkosten der Girocard-Annahme im Mittel auf rund ein Prozent des Umsatzes.

Die Girocard nutzt die deutsche Bankeninfrastruktur und kennt die Systemgebühren der internationalen Kartensysteme in dieser Form nicht. Hinzu kommt, dass Interbankenentgelte bei Verbraucherdebitkarten auf 0,2 Prozent gedeckelt sind und bei Kreditkarten auf 0,3 Prozent, während Firmen- und Drei-Parteien-Karten ungedeckelt bleiben.

Seit dem 1. Januar 2026 werden im Girocard-System 0,00209 Prozent des Umsatzes erhoben. Bei 10.000 Euro Umsatz sind das rund 21 Cent zuzüglich Umsatzsteuer. Am Bezahlvorgang ändert sich nichts, auf der Abrechnung taucht die Position aber neu auf.

Das aufgeschlüsselte Modell lohnt sich, wenn ein großer Teil des Umsatzes über gedeckelte Debitkarten läuft, weil der niedrige Interchange dann voll durchschlägt. Ein Pauschaltarif ist ruhiger und kann bei hohem Anteil an Firmen- oder Premiumkarten günstiger sein.

Kontaktlos ohne PIN funktioniert bis 50 Euro je Zahlung. Eine PIN wird spätestens verlangt, wenn seit der letzten Eingabe fünf kontaktlose Zahlungen in Folge erfolgt sind oder ein kumulierter Betrag von 150 Euro erreicht ist. Das ist eine europäische Vorgabe und keine Einstellung des Terminals.

Bisher nicht. Das Bundesfinanzministerium plant eine Pflicht ab 2027, neben Bargeld mindestens eine digitale Zahlungsmöglichkeit anzubieten, mit Wahlfreiheit beim Verfahren und Ausnahmen für nicht gewerbliche Organisationen. Der Vorschlag ist noch nicht beschlossen.

Die meisten kleinen Betriebe fallen in die Stufe mit unter einer Million Transaktionen im Jahr und füllen einmal jährlich eine Selbstauskunft aus. Wer ein zertifiziertes Terminal nutzt und Kartendaten nie selbst speichert, hat geringen Aufwand. Manche Anbieter berechnen ein Entgelt, wenn der Nachweis fehlt.

Für Betriebe mit wenigen Zahlungen am Tag, für mobile Einsätze und als Ausfallreserve reicht es aus, weil keine Hardware nötig ist und keine Laufzeit anfällt. Grenzen liegen bei Akku, Empfang, Belegdruck und bei Zahlungen, die eine PIN verlangen.

Marktüblich sind ein bis zwei Werktage bis zur Gutschrift. Sofortauszahlungen sind bei manchen Anbietern gegen Aufpreis möglich. Wichtig ist außerdem, ob brutto ausgezahlt und separat abgerechnet wird oder ob Gebühren direkt abgezogen werden, denn das verändert die Kassenabstimmung.

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