Klassenalarm oder safeREACH im Direktvergleich

Klassenalarm alarmiert nur per App-Push, safeREACH zusätzlich per SMS, Anruf und E-Mail. Der Vergleich zeigt Alarmwege, stillen Alarm, Entwarnung und Preise

  • Aktualisiert am 24. September 2026
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Melanie Strunz
Geschrieben vonMelanie StrunzTexterin
Sylvia Jazmati
Inhaltlich geprüftSylvia JazmatiChefredakteurin

Das Wichtigste in Kürze

  • Klassenalarm alarmiert nach den Anbieterangaben ausschließlich per App-Push und setzt eine aktive Internetverbindung voraus
  • safeREACH stellt parallel per App, SMS, Anruf und E-Mail zu und weist acht Auslösewege aus
  • Einen stillen Alarm führt nur safeREACH, Klassenalarm grenzt sich davon ausdrücklich ab
  • Eine ausdrückliche Entwarnung ist nur bei Klassenalarm belegt, safeREACH nennt Alarmupdates und Endbericht
  • ISO 27001 gilt bei safeREACH nur für die Hostingpartner, nicht für den Anbieter selbst

Klassenalarm und safeREACH lösen dieselbe Aufgabe mit unterschiedlicher Reichweite. Klassenalarm ist ausschließlich für Schulen gebaut, alarmiert nach den Anbieterangaben allein per App-Push und führt Handlungsanweisung, Rückmeldung und Entwarnung in einer Übersicht zusammen. safeREACH alarmiert parallel über App, SMS, Anruf und E-Mail, bietet einen ausgewiesenen stillen Alarm und acht Auslösewege, weist dafür aber keine eigene Entwarnungsfunktion aus. Für die schulinterne Koordination auf vorhandenen Geräten liegt Klassenalarm nahe, für stillen Alarm, Bestandsanlagen und Personal ohne Smartphone safeREACH.

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Die beiden Anbieter im direkten Vergleich

Alle Angaben stammen von den Anbieter-Websites und den Store-Einträgen, abgerufen am 24. September 2026. Preise sind mit dem Zusatz netto oder brutto so angegeben, wie der Anbieter sie ausweist.

KriteriumKlassenalarmsafeREACH
Zielgruppeausschließlich Schulen, Schulträger und Bildungsverbündebranchenübergreifend für Unternehmen und öffentliche Organisationen, Bildung ist eine von zwölf Branchen
Alarmwegeausschließlich App-Push auf iOS, iPadOS, Android, macOS, Windows 11, Apple Watch und Web, aktive Internetverbindung zwingend, SMS, Anruf, E-Mail, Sirene und Pager nicht belegtApp, SMS, Anruf und E-Mail parallel, dazu Desktop App, bis zu 10.000 Personen gleichzeitig, Sirene und Durchsage nicht belegt
Stiller Alarmnicht belegt, der Anbieter grenzt das Produkt ausdrücklich vom stillen Alarm ab und weist einen hörbaren Alarm ausbelegt als eigener Anwendungsfall, unauffällige Auslösung ohne Signale vor Ort und ohne Hardware möglich, eine Umschaltung still oder laut als Bedienelement nicht belegt
AuslösewegeAuswahl des Alarmtyps auf einem unterstützten Gerät, Taster, Kurzwahl, QR-Code und API nicht belegtacht Wege, App, Desktop App mit Tastenkombination, Cockpit, E-Mail, QR-Code, SMS und Anruf, Alarmknopf sowie REST-API
Vordefinierte Szenarienfrei konfigurierbare Alarmtypen, genannt sind Amokalarm und medizinischer Vorfall, Vorlagen für Bombendrohung, Feuer und Evakuierung nicht belegteigene Seiten für Terror und Amoklauf, Brand, Evakuierung, Notfall, stillen Alarm, Gewalt und Krisenstab, Bombendrohung auf der Bildungsseite genannt, Vorlage medizinischer Notfall nicht ausgewiesen
Handlungsanweisungendie Handlungsanweisung der Schule erscheint direkt in der Alarmansicht, Checklisten und Meldetexte vorab hinterlegtChecklisten in der App abarbeitbar, Handlungsanweisungen als PDF, Raumpläne im Evakuierungskontext
Rückmeldungvorbereitete Antwortoptionen wie Unterwegs und Nicht möglich, Antworten in gemeinsamer VorfallsübersichtQuittierung mit voraussichtlicher Ankunftszeit im Cockpit, bei ausbleibender Antwort automatische Alarmierung der Stellvertreter
Entwarnungbelegt, ein Administrator beendet den Alarm, das System verschickt den vorbereiteten Entwarnungstextals benannte Funktion nicht belegt, ausgewiesen sind Alarmupdates und ein Endbericht
Hardware und Integrationenrein softwarebasiert auf vorhandenen Geräten, MDM-Rollout über Microsoft Intune, Jamf Pro und Relution, Nutzerimport aus EduPage und IServ, Anbindung von Tastern, ELA-Anlagen und Brandmeldeanlagen nicht Teil des Produktssoftwarebasiert, Hardware optional, WLAN-Alarmknopf, USB-Button und ESPA Box für Brandmeldeanlagen über RS232, dazu REST-API und email2alarm, ELA-Anlagen und Sirenen nicht belegt
HostingDeutschland, genannt sind Frankfurt am Main, Hallstadt und Nürnberg, Auftragsverarbeitungsvertrag als PDF, Löschung der Vorfallsdaten nach 14 Tagenredundante Standorte wahlweise Wien oder Frankfurt, ADV-Vertrag mit jedem Kunden, TLS-Angaben widersprüchlich, Alarmserverseite nennt TLS 1.3, FAQ nennt TLS 1.2
ZertifizierungenBITMi-Gütesiegel Software Made in Germany, ISO 27001 und BSI-Grundschutz nicht belegtISO 9001 und ISO 27001 ausdrücklich nur für die Hostingpartner, eine eigene Zertifizierung von safeREACH nicht belegt, assoziiertes Mitglied im Disaster Competence Network Austria
EinrichtungEinrichtungstermin über 60 Minuten, Rollout per E-Mail-Einladung oder MDM, lokale IT nicht zwingend, Gesamtdauer bis zum Produktivbetrieb nicht belegtFreischaltung spätestens zwei Werktage nach Kontaktaufnahme, Einführung in der Regel binnen weniger Wochen, zwei bis vier Stunden Einschulung inklusive
Testphase14 Tage kostenlos, ein kostenpflichtiger Vertrag beginnt erst nach ausdrücklicher Bestätigung, Nutzerzahl im Test nicht belegt14 Tage kostenlos, nur für Unternehmen und öffentliche Organisationen, geschäftliche E-Mail-Adresse nötig, Einrichtung nach telefonischer Abstimmung
PreismodellJahrespreis je Schule nach Nutzerstaffel, alle Funktionen inklusive, keine Einrichtungskosten, alle Preise nettoPreis je Benutzer und Monat in zwei Paketen bei jährlicher Laufzeit, Setup-Gebühr von 790 Euro netto, Zusatzmodule ab 39 Euro im Monat
Einstiegspreis300 Euro netto im Jahr für weiterführende Schulen bis 20 Nutzer, 200 Euro netto je 20 Nutzer und Jahr für Grundschulen, Stand 24. September 20267,00 Euro netto je Benutzer und Monat im Paket Alarmierung, 10,00 Euro netto im Paket Krisenmanagement, dazu 790 Euro netto Setup, Stand 24. September 2026
App in den StoresApple App Store und Google Play, Anbieter BlueID GmbH, kostenlos, Microsoft-Store-Eintrag nicht belegtApple App Store und Google Play, vom Anbieter selbst verlinkt, zusätzlich eine eigene Desktop App
SupportE-Mail-Support im Preis enthalten, während der Einführung Telefon und E-Mail, Servicezeiten und SLA nicht belegtMontag bis Donnerstag 9 bis 12.30 Uhr und 13.30 bis 17 Uhr, Freitag 9 bis 12.30 Uhr, Notfallhotline rund um die Uhr optional buchbar
Referenzennach eigener Angabe über 150 Schulen, genannt sind Campus Augustinum Graz und Gymnasium Lilienthalnach eigener Angabe 5.000 Kunden und 350.000 Nutzer, Schulreferenz BG/BRG Klosterneuburg, Zahl der Bildungskunden nicht ausgewiesen

Wann safeREACH die bessere Wahl ist

Der entscheidende Unterschied liegt darin, wen ein Alarm überhaupt erreicht. Klassenalarm stellt allein als App-Push zu und setzt eine aktive Internetverbindung voraus. safeREACH alarmiert dieselbe Person parallel über App, SMS, Anruf und E-Mail.

  • Es muss auch Personal erreicht werden, das kein dienstliches Smartphone trägt oder dessen Gerät keine Internetverbindung hat, denn SMS und Anruf gibt es nur bei safeREACH
  • Ein stiller Alarm ist gefordert, also eine unauffällige Auslösung ohne Signale vor Ort, wofür safeREACH eine eigene Funktion sowie Auslösung per Taster, Funk oder Kurzwahl ausweist
  • Eine bestehende Brandmeldeanlage soll die Alarmierung automatisch anstoßen, wofür die ESPA Box mit serieller Anbindung über RS232 vorgesehen ist
  • Ein Alarm soll auch ohne App ausgelöst werden können, etwa per QR-Code, per Tastenkombination im Desktop, per E-Mail, per Alarmknopf oder über die REST-API
  • Es wird mehr als Alarmierung gebraucht, also virtuelle Krisenräume, Telefonkonferenzen und Eskalationen aus dem Paket Krisenmanagement

Wann Klassenalarm die bessere Wahl ist

Klassenalarm ist kein verkleinertes Krisenmanagementsystem, sondern ein auf den Schulbetrieb zugeschnittenes Koordinationssystem, das der Anbieter ausdrücklich als Ergänzung bestehender Alarmwege beschreibt und nicht als deren Ersatz.

  • Gebraucht wird die Handlungsanweisung der eigenen Schule direkt in der Alarmansicht, also das Geschulte im Alarmfall zum Nachlesen
  • Eine ausdrückliche Entwarnung ist gefordert, denn bei Klassenalarm beendet ein Administrator den Alarm und das System verschickt den vorbereiteten Entwarnungstext, während safeREACH dafür keine eigene Funktion ausweist
  • Der Preis soll je Schule und Jahr feststehen statt je Benutzer und Monat, also 300 Euro netto im Jahr bis 20 Nutzer gegenüber 7,00 Euro netto je Benutzer und Monat zuzüglich 790 Euro netto Setup
  • Die Nutzer sollen aus EduPage oder IServ importiert und die App über Microsoft Intune, Jamf Pro oder Relution ausgerollt werden, was bei safeREACH nicht belegt ist
  • Geteilte Geräte wie Smartboards und Fachraumrechner sollen mitalarmiert werden, was Klassenalarm ausdrücklich unterstützt

Alarmablauf, Einrichtung, Datenschutz und Kosten im Detail

Im Alarmablauf trennen sich die Systeme früh. Klassenalarm sendet einen kritischen Alarm, der auf passend eingerichteten Geräten auch bei Stummschaltung laut ausgegeben wird, und benötigt dafür eine aktive Internetverbindung. safeREACH stellt parallel über App, SMS, Anruf und E-Mail zu und überschreibt in der App ebenfalls den Lautlos-Modus sowie Nicht-Stören- und Fokus-Modi. Danach gleichen sich die Abläufe an, beide zeigen Handlungsanweisungen, sammeln Rückmeldungen und erlauben Eskalation. Am Ende trennen sie sich erneut, denn eine ausdrückliche Entwarnung ist nur bei Klassenalarm belegt, bei safeREACH sind Alarmupdates und ein Endbericht ausgewiesen.

Bei der Einrichtung arbeiten beide Anbieter begleitet. Klassenalarm bietet einen Einrichtungstermin über 60 Minuten und führt über Verantwortlichkeiten, Alarmpläne, Empfängergruppen, Geräteaktivierung, Systemcheck und einen gekennzeichneten Probealarm. Lokale IT ist nicht zwingend, Einladungen laufen per E-Mail, zentral verwaltete Geräte alternativ über MDM, eine Gesamtdauer bis zum Produktivbetrieb nennt der Anbieter nicht. safeREACH schaltet spätestens zwei Werktage nach der Kontaktaufnahme frei, veranschlagt wenige Wochen bis zur Einführung und legt jedem Account eine zwei- bis vierstündige Einschulung kostenlos bei.

Beim Datenschutz liegen die Unterschiede im Detail. Klassenalarm hält Daten und Betrieb in Deutschland, stellt einen Auftragsverarbeitungsvertrag als PDF bereit, löscht Vorfallsdaten nach 14 Tagen und verarbeitet Standortdaten nur bei einer konkreten Auslösung, weist aber keine ISO-Zertifizierung aus. safeREACH betreibt redundante Standorte wahlweise in Wien oder Frankfurt und schließt mit jedem Kunden einen ADV-Vertrag. Der Verweis auf ISO 9001 und ISO 27001 gilt dabei ausdrücklich den Hostingpartnern und nicht safeREACH selbst. Zur TLS-Version widersprechen sich die Anbieterseiten, die Alarmserverseite nennt TLS 1.3, die FAQ nennt TLS 1.2. Eine zugesicherte Verfügbarkeit in Prozent weist keiner der beiden Anbieter aus.

Bei den Kosten sind die Modelle nicht unmittelbar vergleichbar. Klassenalarm rechnet je Schule und Jahr über eine Nutzerstaffel ab, eine weiterführende Schule mit 21 bis 40 Nutzern zahlt 550 Euro netto im Jahr, ein Schulträger startet bei 1.400 Euro netto. safeREACH rechnet je Benutzer und Monat ab, im Paket Alarmierung zwischen 7,00 und 3,50 Euro netto, im Paket Krisenmanagement zwischen 10,00 und 4,50 Euro netto, dazu einmalig 790 Euro netto. Welche Nutzerzahl welche Preisstufe auslöst, weist safeREACH nicht aus, ebenso wenig die inkludierten Mengen an SMS und Anrufminuten. Eine belastbare Gesamtrechnung braucht deshalb ein Angebot.

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Wechsel und Parallelbetrieb

Zum Wechsel zwischen diesen Systemen machen die Anbieterseiten keine Angaben. Weder Exportformate noch Migrationshilfen oder die Übernahme von Empfängergruppen sind bei einem der beiden Anbieter belegt, ebenso wenig Mindestlaufzeiten und Kündigungsfristen. Belegbar ist nur der Aufwand beim Start, also die Pflege der Empfängergruppen, das Hinterlegen der Alarmpläne und der Rollout auf die Geräte. Ein Parallelbetrieb ist technisch nicht ausgeschlossen, weil beide Systeme ohne eigene Hardware auf vorhandenen Geräten laufen und Klassenalarm sich ausdrücklich als Ergänzung bestehender Alarmwege beschreibt. Kosten und Pflege fallen dann doppelt an, und es muss vorher geklärt sein, welches System im Ernstfall zuerst ausgelöst wird. Als Zeitrahmen taugen die belegten Werte, also 14 Tage Testphase bei beiden und bei safeREACH wenige Wochen bis zur Einführung.

Weitere Vergleiche

Dieser Beitrag gehört zu einer Reihe von Vergleichen zu Alarmierungssystemen für Schulen und Einrichtungen. Die übrigen Seiten der Reihe stehen hier.

Anbieter für Alarmierungssysteme im Überblick

Alle 8 Anbieter, die wir in dieser Kategorie führen, alphabetisch und ohne Rangfolge.

Die Reihenfolge ist alphabetisch und nicht käuflich. Welche Anbieter ein Angebot abgeben, entscheidet Ihr Bedarf.

Transparenzhinweis

ServiceSelector arbeitet mit Software-Anbietern zusammen und kann für vermittelte Anfragen Vergütungen erhalten. Die Einordnung auf dieser Seite folgt der dokumentierten Methodik des Vergleichs von Alarmierungssystemen und ist von der Geschäftsbeziehung unabhängig. Alle Preis- und Funktionsangaben wurden am 24. September 2026 von den Anbieter-Websites erhoben. Angaben, die sich dort nicht belegen ließen, sind ausdrücklich gekennzeichnet und nicht durch Annahmen ersetzt worden.

Häufige Fragen

Die Alarmwege. Klassenalarm stellt nach den Anbieterangaben ausschließlich als App-Push zu und braucht dafür eine aktive Internetverbindung. safeREACH alarmiert parallel per App, SMS, Anruf und E-Mail und erreicht damit auch Personen ohne App oder ohne Datenverbindung.

Nach den Anbieterseiten nicht. Klassenalarm grenzt sich ausdrücklich vom stillen Alarm ab, ordnet sich der internen Alarmierung zu und weist einen hörbaren Alarm aus. safeREACH führt den stillen Alarm als eigenen Anwendungsfall mit Auslösung per Taster, Funk oder Kurzwahl.

Eine ausdrücklich benannte Entwarnungsfunktion mit vorbereitetem Text ist auf den Anbieterseiten nicht belegt, ausgewiesen sind Alarmupdates und ein Endbericht. Bei Klassenalarm beendet ein Administrator den Alarm und das System verschickt den hinterlegten Entwarnungstext.

Das hängt an der Nutzerzahl. Klassenalarm kostet 300 Euro netto im Jahr für eine weiterführende Schule bis 20 Nutzer und 550 Euro netto bei 21 bis 40 Nutzern. safeREACH startet bei 7,00 Euro netto je Benutzer und Monat zuzüglich einmalig 790 Euro netto. Weil die Nutzerzahl je Preisstufe nicht ausgewiesen ist, ist ein voller Vergleich erst mit einem Angebot möglich.

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