Klassenalarm oder AmSoS im Direktvergleich
Klassenalarm und AmSoS alarmieren Schulen allein per App. Der Vergleich zeigt Alarmkette, Rückmeldung, Entwarnung, Datenschutz und die offenen Preisangaben
- Aktualisiert am 24. September 2026
- Redaktionell geprüft
- Lesezeit rund 9 Minuten
- Über 1.000 Anfragen im Monat
- Kostenlos und unverbindlich
- Nur Anbieter mit Vertrag


Das Wichtigste in Kürze
- Beide Systeme alarmieren nach den Anbieterangaben ausschließlich per App-Push und setzen eine Internetverbindung voraus
- AmSoS schaltet das Krisenteam als Prüfstufe vor den schulweiten Alarm, eine Quittierung durch die Empfänger ist nicht belegt
- Klassenalarm weist Antwortoptionen, Plattformen, Löschfristen und eine Preisstaffel öffentlich aus
- AmSoS nennt keinen Preis, sondern flexible Jahreslizenzmodelle nach sechs Wochen kostenloser Probelizenz
- Startseite und Datenschutzerklärung von AmSoS nennen unterschiedliche Serverstandorte, der Anbieter löst das nicht auf
Klassenalarm und AmSoS sind beide ausschließlich für Schulen gebaut und alarmieren beide allein über die App. Die Unterschiede liegen im Ablauf und in der Belegbasis. AmSoS schaltet das Krisenteam als prüfende Zwischenstufe vor den schulweiten Alarm, verarbeitet nur Handynummer und ein frei wählbares Kürzel und lässt sechs Wochen testen. Klassenalarm weist Preise, Rückmeldungen, Plattformen und Löschfristen öffentlich aus und lässt sich über MDM ausrollen. Einen Preis nennt AmSoS nicht.
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Die beiden Anbieter im direkten Vergleich
Alle Angaben stammen von den Anbieter-Websites, den dort verlinkten PDF-Dokumenten und den Store-Einträgen, abgerufen am 24. September 2026. Preise sind so mit netto oder brutto ausgewiesen, wie der Anbieter sie nennt. Der Anbieter schreibt sich selbst durchgehend AmSoS.
| Kriterium | Klassenalarm | AmSoS |
|---|---|---|
| Anbieter laut Impressum | BlueID GmbH, Schellingstraße 109a, 80798 München | genannt sind Dr. Khalid Ebanhesaten und Ali Badre-Eddine, Rechtsform und Anschrift sind dort nicht angegeben |
| Zielgruppe | ausschließlich Schulen, Kindergärten, Schulträger und Bildungsverbünde | ausschließlich Schulen, Zugang nur für Lehrkräfte und Schulpersonal über Schul-ID und PIN, kein Schülerzugriff |
| Alarmwege | ausschließlich App-Push auf iOS, iPadOS, Android, macOS, Windows 11, Apple Watch und Web, auch auf Smartboards, Internetverbindung zwingend, SMS, Anruf, E-Mail und Sirene nicht belegt | ausschließlich App-Push auf aktuellem iOS oder Android, nach Anbieterangabe auch im Lautlos-, Nicht-Stören- und Flug-Modus, WLAN oder Mobilfunk nötig, SMS, Anruf, E-Mail und Sirene nicht belegt |
| Stiller Alarm | nicht belegt, der Anbieter grenzt das Produkt ausdrücklich vom stillen Alarm ab und weist einen hörbaren Alarm aus | als wählbare Option nicht belegt, belegt ist eine zweistufige Kette, die erste Meldung geht nur an das Krisenteam, das prüft und dann schulweit alarmiert |
| Auslösewege | Auswahl des Alarmtyps auf einem unterstützten Gerät, Taster, Kurzwahl, QR-Code und API nicht belegt | Alarmknopf in der App, für den Amok-Alarm drei Sekunden gedrückt halten, dazu der Hilfe-Alarm, Taster, Kurzwahl, QR-Code und API nicht belegt |
| Vordefinierte Szenarien | frei konfigurierbare Alarmtypen, genannt sind Amokalarm und medizinischer Vorfall, Vorlagen für Bombendrohung, Feuer und Evakuierung nicht belegt | Amok-Alarm, Hilfe-Alarm und Entwarnung, Vorlagen für Bombendrohung, Feuer, Evakuierung und medizinischen Notfall nicht belegt |
| Handlungsanweisungen | die Handlungsanweisung der Schule erscheint direkt in der Alarmansicht, Checklisten vorab hinterlegt | Handlungsanweisungen in der App, dazu eine Handlungsempfehlung als PDF mit Auslösekriterien, eigene Rauminformationen als Bild hinterlegbar |
| Rückmeldung | vorbereitete Antwortoptionen wie Unterwegs und Nicht möglich in gemeinsamer Vorfallsübersicht | Quittierung durch die Empfänger nicht belegt, belegt sind der Rückruf des Krisenteams an die auslösende Person und ein Protokoll |
| Entwarnung | belegt, ein Administrator beendet den Alarm und das System verschickt den Entwarnungstext | belegt als eigene Funktion, ein Regler hebt die Lage auf und stellt den Alarm wieder scharf, bis dahin ist kein weiterer Alarm auslösbar |
| Hardware und Integrationen | rein softwarebasiert, MDM-Rollout über Microsoft Intune, Jamf Pro und Relution, Nutzerimport aus EduPage und IServ, Anbindung von Tastern, ELA-Anlagen und Brandmeldeanlagen nicht Teil des Produkts | rein softwarebasiert, verifizierbare Handynummer nötig, iPad mit SIM möglich, GEO-FORCE für mehrere Standorte und Parent-ID für verbundene Schulen, Anbindung von Tastern, ELA-Anlagen und Brandmeldeanlagen nicht belegt |
| Hosting und Auftragsverarbeitung | Deutschland, genannt sind Frankfurt am Main, Hallstadt und Nürnberg, Auftragsverarbeitungsvertrag als PDF | die Startseite nennt Server in Deutschland, die Datenschutzerklärung einen Serverstandort innerhalb der EU, der Anbieter löst das nicht auf, Auftragsverarbeitungsvertrag nicht belegt |
| Zertifizierungen | BITMi-Gütesiegel Software Made in Germany, ISO 27001 und BSI-Grundschutz nicht belegt | nicht belegt |
| Einrichtung und Probealarm | Einrichtungstermin über 60 Minuten, Rollout per E-Mail-Einladung oder MDM, gekennzeichneter Probealarm und Systemcheck, lokale IT nicht nötig | Schulregistrierung über ein Formular, Nutzerverwaltung durch die Schule im Admin-Panel, Probealarm jederzeit mit der eigenen Schul-ID, Dauer nicht belegt |
| Testphase | 14 Tage kostenlos, ein kostenpflichtiger Vertrag beginnt erst nach ausdrücklicher Bestätigung | sechs Wochen kostenlose Probelizenz, Nutzerzahl, Funktionsumfang und Verlängerung nicht belegt |
| Preismodell | Jahrespreis je Schule nach Nutzerstaffel, alle Funktionen inklusive, keine Einrichtungskosten, alle Preise netto | vom Anbieter als flexible Jahreslizenzmodelle beschrieben, ein Preis ist nicht öffentlich ausgewiesen, damit entfällt die Angabe netto oder brutto |
| Einstiegspreis | 300 Euro netto im Jahr für weiterführende Schulen bis 20 Nutzer, 200 Euro netto je 20 Nutzer und Jahr für Grundschulen, Stand 24. September 2026 | nicht öffentlich ausgewiesen, Stand 24. September 2026 |
| App in den Stores | Apple App Store und Google Play, Anbieter BlueID GmbH, kostenlos, Microsoft Store nicht belegt | Apple App Store und Google Play, Entwickler Khalid Ebanhesaten, kostenlos, Nutzung nur mit Schul-ID und Schul-PIN |
| Support | E-Mail-Support im Preis enthalten, während der Einführung Telefon und E-Mail, Servicezeiten nicht belegt | E-Mail-Kontakt über das Impressum, im Google-Play-Eintrag zusätzlich Support-Adresse und Telefonnummer, dazu Erklärvideos und Handbuch, Servicezeiten nicht belegt |
| Referenzen | nach eigener Angabe über 150 Schulen, genannt sind Campus Augustinum Graz und Gymnasium Lilienthal | keine Kundenzahl genannt, als Kooperationspartner verlinkt sind das Leo-Statz-Berufskolleg Düsseldorf und Softexpo IT Limited, der Google-Play-Eintrag weist mehr als 500 Downloads aus |
Anbieter im Profil

Klassenalarm ist ein Produkt der Münchner BlueID GmbH, die vor der Umfirmierung unter baimos technologies firmierte und aus der digitalen Identifikations- und Zugangstechnologie k…
Das Profil beruht auf Anbieterangaben und öffentlich zugänglichen Quellen. ServiceSelector vermittelt Angebote und verkauft selbst keine Produkte.
Wann AmSoS die bessere Wahl ist
AmSoS setzt auf zwei Punkte, die Klassenalarm in dieser Form nicht ausweist. Ein Krisenteam prüft die Meldung, bevor die ganze Schule alarmiert wird, und das System verarbeitet nach eigener Beschreibung nur eine Handynummer und ein frei wählbares Kürzel.
- Der Alarm soll nicht sofort die ganze Schule erreichen, sondern erst das Krisenteam, das prüft und dann schulweit alarmiert
- Es sollen keine Namen und keine E-Mail-Adressen der Lehrkräfte im System liegen, denn AmSoS verarbeitet nur Handynummer und ein nicht identifizierendes Kürzel
- Die Testphase soll über mehrere Wochen mit dem Kollegium erprobt werden, wofür sechs Wochen Probelizenz mehr Spielraum geben als 14 Tage
- Ein Träger betreibt mehrere Standorte, die über GEO-FORCE unterschieden und über Parent-ID zentral verwaltet werden sollen
- Ein Probealarm soll ohne Abstimmung mit dem Anbieter jederzeit mit der eigenen Schul-ID ausgelöst werden können
Wann Klassenalarm die bessere Wahl ist
Klassenalarm ist auf dieselbe Zielgruppe ausgerichtet, macht aber mehr Angaben öffentlich und deckt mehr Gerätewelten ab. Der Anbieter beschreibt das Produkt ausdrücklich als Ergänzung bestehender Alarmwege, weil Notruf und Brandmeldeanlage eigenständig bleiben.
- Der Preis soll vor der Entscheidung feststehen, denn Klassenalarm weist die Nutzerstaffel öffentlich aus, während AmSoS nur von flexiblen Jahreslizenzmodellen spricht
- Die Schulleitung will im Alarmfall sehen, wer kommt, wofür Klassenalarm Antwortoptionen und eine gemeinsame Vorfallsübersicht ausweist, während eine Quittierung bei AmSoS nicht belegt ist
- Alarmiert werden sollen auch Smartboards, Fachraumrechner, Windows-11-Geräte, Macs und die Apple Watch, die AmSoS nach den Anbieterangaben nicht abdeckt
- Die Nutzer sollen aus EduPage oder IServ importiert und die App über Microsoft Intune, Jamf Pro oder Relution ausgerollt werden statt über Schul-ID und PIN von Hand
- Ein Auftragsverarbeitungsvertrag muss vor dem Start vorliegen, den Klassenalarm als PDF bereitstellt, während AmSoS keinen ausweist
Alarmablauf, Einrichtung, Datenschutz und Kosten im Detail
Im Alarmablauf unterscheiden sich die Systeme vor allem in der Reihenfolge. Klassenalarm sendet den vorbereiteten Alarm direkt an die eingerichteten Geräte, zeigt die Handlungsanweisung der Schule an und führt Rückmeldungen und Entwarnung in einer Übersicht zusammen. AmSoS legt eine Prüfstufe dazwischen, die Meldung einer Lehrkraft erreicht zunächst das Krisenteam, das anschließend schulweit alarmiert. Beide beschreiben, dass der Alarm die Stummschaltung überschreibt, und beide weisen eine Entwarnung aus. Die Mechanik unterscheidet sich, denn bei Klassenalarm verschickt das System den hinterlegten Entwarnungstext, bei AmSoS hebt ein Regler die Lage auf und stellt den Alarm wieder scharf, bis dahin ist kein weiterer Alarm möglich.
Bei der Einrichtung arbeitet Klassenalarm begleitet, AmSoS im Selbstbedienungsweg. Klassenalarm bietet einen Einrichtungstermin über 60 Minuten und führt über Verantwortlichkeiten, Alarmpläne, Empfängergruppen, Geräteaktivierung, Systemcheck und einen gekennzeichneten Probealarm. Lokale IT ist nicht zwingend, zentral verwaltete Geräte laufen alternativ über MDM. AmSoS startet mit der Registrierung über ein Formular, danach verteilt die Schule Schul-ID und Schul-PIN an die Lehrkräfte. Eine Gesamtdauer bis zum Produktivbetrieb nennt keiner der beiden Anbieter.
Beim Datenschutz liegen Stärke und offene Punkte bei AmSoS dicht beieinander. Die Datensparsamkeit ist ausdrücklich beschrieben, verarbeitet werden nur Handynummer und ein frei wählbares Kürzel, Standortdaten nur als Momentaufnahme ohne Speicherung, eine Weitergabe an Dritte findet nach Anbieterangabe nicht statt. Zugleich nennt die Startseite Server in Deutschland und die Datenschutzerklärung einen Serverstandort innerhalb der EU, ohne dass der Anbieter das auflöst. Ebenfalls unaufgelöst bleibt, dass die App laut Handbuch WLAN oder Mobilfunk braucht und zugleich auch im Flug-Modus zustellen soll. Auftragsverarbeitungsvertrag und Zertifizierungen sind nicht belegt. Klassenalarm nennt drei deutsche Rechenzentrumsstandorte, stellt einen Auftragsverarbeitungsvertrag als PDF bereit und weist Löschfristen aus, führt aber ebenfalls keine ISO-Zertifizierung.
Bei den Kosten ist ein Vergleich derzeit nicht möglich. Klassenalarm rechnet je Schule und Jahr über eine Nutzerstaffel ab, eine weiterführende Schule zahlt 300 Euro netto bis 20 Nutzer und 550 Euro netto bei 21 bis 40 Nutzern, Grundschulen und Kindergärten 200 Euro netto je 20 Nutzer, Schulträger starten bei 1.400 Euro netto im Jahr. Einrichtungskosten fallen nicht an, Updates und E-Mail-Support sind enthalten. AmSoS nennt keinen Preis, sondern nur flexible Jahreslizenzmodelle nach der sechswöchigen Probelizenz. Eine Gegenrechnung braucht deshalb zuerst ein Angebot von AmSoS.
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Wechsel und Parallelbetrieb
Zum Wechsel zwischen diesen Systemen machen die Anbieterseiten keine Angaben. Weder Exportformate noch Migrationshilfen oder die Übernahme von Empfängergruppen sind bei einem der beiden Anbieter belegt, ebenso wenig Mindestlaufzeiten und Kündigungsfristen bei Klassenalarm. Belegbar ist nur der Aufwand beim Start, also Empfängergruppen anlegen, Alarmpläne hinterlegen und Zugänge verteilen, bei Klassenalarm über E-Mail-Einladung oder MDM, bei AmSoS über Schul-ID und Schul-PIN. Ein Parallelbetrieb ist technisch nicht ausgeschlossen, weil beide Systeme ohne eigene Hardware auf vorhandenen Geräten laufen. Zwei parallele Apps bedeuten allerdings zwei Alarmknöpfe im Kollegium, deshalb muss vorher feststehen, welches System im Ernstfall zuerst ausgelöst wird. Als Zeitrahmen taugen die belegten Testphasen, also 14 Tage bei Klassenalarm und sechs Wochen bei AmSoS.
Weitere Vergleiche
Dieser Beitrag gehört zu einer Reihe von Vergleichen zu Alarmierungssystemen für Schulen und Einrichtungen. Die übrigen Seiten der Reihe stehen hier.
Transparenzhinweis
ServiceSelector arbeitet mit Software-Anbietern zusammen und kann für vermittelte Anfragen Vergütungen erhalten. Die Einordnung auf dieser Seite folgt der dokumentierten Methodik des Vergleichs von Alarmierungssystemen und ist von der Geschäftsbeziehung unabhängig. Alle Preis- und Funktionsangaben wurden am 24. September 2026 von den Anbieter-Websites erhoben. Angaben, die sich dort nicht belegen ließen, sind ausdrücklich gekennzeichnet und nicht durch Annahmen ersetzt worden.
Häufige Fragen
Was ist der größte Unterschied zwischen Klassenalarm und AmSoS?
Die Reihenfolge im Alarm und die Belegbasis. Klassenalarm alarmiert die vorbereiteten Empfängergruppen direkt und sammelt deren Rückmeldungen. Bei AmSoS geht die Meldung zuerst an das Krisenteam, das prüft und dann schulweit alarmiert. Klassenalarm weist zudem Preise und Löschfristen öffentlich aus, AmSoS nennt keinen Preis.
Kann bei AmSoS jede Lehrkraft die ganze Schule alarmieren?
Nach den Anbieterangaben nicht unmittelbar. Eine Lehrkraft löst den Alarm über den Knopf in der App aus, die Benachrichtigung erreicht zunächst das Krisenteam. Dieses löst anschließend den schulweiten Alarm aus und kontaktiert die Polizei. Eine Quittierung durch die Empfänger ist bei AmSoS nicht belegt.
Was kostet AmSoS?
Der Anbieter weist keinen Preis öffentlich aus und beschreibt nur flexible Jahreslizenzmodelle nach sechs Wochen kostenloser Probelizenz. Klassenalarm nennt dagegen eine Staffel, 300 Euro netto im Jahr für eine weiterführende Schule bis 20 Nutzer und 200 Euro netto je 20 Nutzer und Jahr für Grundschulen.
Welches System passt zu einem Träger mit mehreren Schulen?
Beide beschreiben etwas dafür, mit unterschiedlicher Logik. AmSoS nennt GEO-FORCE für die Standorterkennung und Parent-ID für die zentrale Alarmverwaltung verbundener Schulen. Klassenalarm führt eine eigene Trägerstaffel ab 1.400 Euro netto im Jahr und den Rollout über MDM. Welche Logik passt, hängt daran, ob die Schulen getrennt oder gemeinsam verwaltet werden sollen.
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